Wer in der Region ins Krankenhaus muss, landet nicht immer in Hof oder Marktredwitz, sondern oft auch in umliegenden Kliniken wie Weiden oder Bayreuth. Um das Bayreuther Klinikum gibt es aktuell aber Diskussionen. Laut Kurier könnte bald sogar der Verkauf an einen privaten Investor anstehen. Hintergrund: Stadt und Landkreis können die hohen Kosten für die Sanierung und den laufenden Betrieb auf Dauer nicht mehr stemmen. Neue gesetzliche Regelungen könnten dem Klinikum außerdem bis 2030 rund 60 Millionen Euro an Einnahmen kosten. Deshalb sucht die Geschäftsführung jetzt nach neuen Geldgebern. Die bevorzugte Lösung wäre eine Übernahme durch den Freistaat und die Weiterentwicklung des Klinikums zu einer Universitätsklinik. Allerdings steht eben auch der Komplettverkauf im Raum. In etwa einem halben Jahr soll es konkretere Ergebnisse geben.
Bei den Beschäftigten sorgt die mögliche Privatisierung für Unruhe. Die Gewerkschaft ver.di kritisiert, dass die Mitarbeitenden erst aus den Medien von den Plänen erfahren hätten. Sie fordert deshalb mehr Transparenz und klare Zusagen. Ver.di warnt außerdem vor möglichen Stellenstreichungen und schlechteren Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft stellt auch die Frage, welchen Vorteil ein privater Investor bringen würde. Schließlich kämpften private Klinikbetreiber mit denselben steigenden Kosten und gesetzlichen Vorgaben, heißt es in einer Mitteilung. Eine vollständige Privatisierung lehne ver.di ab.