Millionenbetrug mit Diesel: Mineralölhändler kündigt Aussagen an

03. September 2026 , 07:30 Uhr

Unter dem Codenamen „Water into Wine“ haben Ermittler illegale Geschäfte mit Kraftstoff aufgedeckt, die auch in die Region reichen. Von einem kriminellen Netzwerk und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe geht die Staatsanwaltschaft aus. Es geht um tausende Lieferungen, die als Schmieröl importiert und als angeblich versteuerter Diesel verkauft worden sein sollen: Weil er an einem großangelegten Umsatzsteuer-Betrugssystem beteiligt gewesen sein soll, steht ein Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale vor dem Landgericht Berlin. Den Steuerschaden beziffert die Staatsanwaltschaft auf 20 Millionen Euro. Dabei soll der Firmenchef Scheinrechnungen genutzt haben, um auf dieser Grundlage zu Unrecht Vorsteuer geltend zu machen. Über seine Verteidigung kündigte er an, zu den Vorwürfen zu einem späteren Zeitpunkt aussagen zu wollen. Sein Vater, der gemeinsam mit ihm die Geschäfte geführt hat, muss sich später verantworten, weil ihn gerade erst das Landgericht Hof in der Sache verurteilt hat.

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