Die Abstimmung zur Migrationspolitik im Bundestag hat jetzt auch im Bayerischen Landtag für schwere Vorwürfe gesorgt. Die hat kein geringerer als ein Abgeordneter aus der Region geäußert: Der SPD-Fraktionschef Holger Grießhammer, der für Wunsiedel und Kulmbach im Landtag sitzt.
Grießhammer hat – nach der gemeinsamen Abstimmung von Union, FDP und AfD FÜR eine Verschärfung der Migrationspolitik – richtig gegen die CSU im Landtag geschossen. Der SPD-Fraktionschef hat der CSU fehlendes Demokratieverständnis vorgeworfen. Wörtlich hat er gesagt: „Liebe Kolleginnen und Kollegen von der CSU, kehren Sie an den Tisch der Demokraten zurück. Wir müssen das Thema Migrations- und Flüchtlingspolitik gemeinsam lösen“.
Das hat natürlich nicht für Begeisterung gesorgt: CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek wollte umgehend eine Entschuldigung und hat von einem Skandal gesprochen. Seine Fraktion werde sonst künftig nicht mehr mit der SPD zusammenarbeiten. Kritik an CSU und CDU hat Holetschek vehement zurückgewiesen – weder Grießhammer noch seine SPD-Fraktion sind auf den Gegenangriff eingegangen.