Messerstiche in Plauener Flüchtlingsheim: Angreifer wegen Totschlags verurteilt

21. Mai 2025 , 15:24 Uhr

Mitte Juli hat ein Streit in einem Plauener Asylbewerberheim tödlich geendet. Ein Mann hatte mit einem Messer auf einen ehemaligen Mitbewohner der Unterkunft eingestochen. Wenig später ist dieser an seinen Verletzungen gestorben. Seit Anfang März lief der Prozess gegen den Angreifer am Landgericht Zwickau. Jetzt ist das Urteil gefallen.

Der Mann muss sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Gericht hat ihn wegen Totschlags in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Der Angeklagte hat im Prozess angegeben, dass er stark betrunken war und sich deshalb nicht an das Tatgeschehen erinnern kann. Das Gericht ist aber überzeugt, dass der Angeklagte der Täter ist. Das zeigen unter anderem DNA-Spuren an der Tatwaffe, heißt es zur Begründung. In ihrem Urteil haben die Richter berücksichtigt, dass der Angeklagte bei der Tat mit drei Promille tatsächlich stark betrunken war. Gleichzeitig hat das Gericht aber auch seine Vorstrafen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das könnte Dich auch interessieren

27.04.2026 Auseinandersetzung mit Messer in Friedenfels: Tatverdächtiger auf der Flucht Bei einer Auseinandersetzung im Landkreis Tirschenreuth sind mehrere Männer schwer verletzt worden. Laut der Polizei Oberpfalz gab es am frühen Sonntagmorgen einen Streit in einer Arbeiterunterkunft in Friedenfels. Einer der Beteiligten hatte offenbar ein Messer. Dabei hat ein 31-jähriger Pole schwere Verletzungen am Kopf und am Oberkörper abbekommen. Er kam mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus, 21.10.2025 Urteil im Missbrauchs-Prozess: Haftstrafen für Paar aus Plauen Nach über zwei Monaten Verhandlung ist am Landgericht Zwickau das Urteil im Missbrauchs-Prozess gegen ein Paar aus Plauen gefallen. Den 40-jährigen Angeklagten hat das Gericht unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen und wegen Vergewaltigung verurteilt. Er muss neuneinhalb Jahre ins Gefängnis. Eine beantragte Sicherungsverwahrung hat das Gericht abgelehnt, weil die 17.10.2025 Vermisstenfall Katina K.: Ehemaliger Lebensgefährte muss 12 Jahre ins Gefängnis Das Urteil im Prozess um die verschwundene Prostituierte Katina K. ist gefallen. Ihr ehemaliger Lebensgefährte aus Bammersdorf im Landkreis Forchheim wurde vor dem Landgericht Bamberg wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt. Das Gericht sieht keine Anhaltspunkte dafür, dass jemand anderes ein Interesse am Tod der Frau hatte. Außerdem wurden alle möglichen Alternativen 09.10.2025 Mit drei Promille und Messer: Streit in Helmbrechtser Asylbewerberunterkunft In einer Asylbewerberunterkunft in Helmbrechts ist es vergangene Nacht zu einem Streit zwischen zwei Bewohnern gekommen. Ein 26-Jähriger hat dabei einen 42-Jährigen mit einem Messer bedroht. Die Polizei schreibt, dass es zu einem Gerangel gekommen ist. Dabei ist der Ältere der beiden leicht an der Hand verletzt worden. Mehrere Polizeistreifen sind angerückt und mit Schutzausrüstung