Statistik

Mehr bayerische Eier - doch die Menge reicht nicht

02. April 2026 , 12:37 Uhr

Bayerns Hennen haben im Vorjahr mehr als 1,2 Milliarden Eier gelegt. Warum das nicht reicht, um den heimischen Bedarf zu decken und warum es mehr Bio-Betriebe gibt.

Mehr als 1,2 Milliarden Eier haben Bayerns Hennen im Vorjahr gelegt, das sind 2,7 Prozent mehr als 2024. Das teilte das Landesamt für Statistik in Fürth vor dem Osterfest mit, wo traditionell gefärbte Eier verschenkt werden. Berücksichtigt für die Statistik wurden Betriebe mit mindestens 3.000 Plätzen für Legehennen.

Allerdings: Die in Bayern produzierten Eier reichen bei weitem nicht aus, um die Verbraucherinnen und Verbraucher im Freistaat mit heimischen Eiern zu versorgen. Der Versorgungsgrad liegt nach Angaben des Landesverbandes der Bayerischen Geflügelwirtschaft bei etwa 50 Prozent. «Wir haben eine deutliche Unterversorgung», sagte Geschäftsführer Franz Beringer der Deutschen Presse-Agentur. Es seien mehr Betriebe und mehr Investitionen notwendig.

Viele neue Bio-Betriebe

Bereits in den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Betriebe an, wie aus den Zahlen des Landesamts hervorgeht. 2016 gab es demnach noch 277 Betriebe mit 3.000 oder mehr Legehennenplätzen, 2025 waren es 381. Die Zahl der produzierten Eier stieg im gleichen Zeitraum um 11,9 Prozent.

Nach Angaben des Landesamts dominiert in Bayern die Bodenhaltung. 54,9 Prozent der Eier kommen aus Betrieben mit dieser Haltungsform. Der Schwerpunkt der Eierproduktion liegt in Nieder- und Oberbayern.

Einen deutlichen Zuwachs im Freistaat gibt es bei der Erzeugung von Bio-Eiern. Die Zahl der Betriebe mit mindestens 3.000 Plätzen verdoppelte sich in den vergangenen zehn Jahren auf nun 138. Im Vorjahr wurden dort rund 226 Millionen Eier gelegt. Zehn Jahre zuvor kamen lediglich 100,4 Millionen ökologisch produzierte Eier aus Bayern.

Hier habe sich die deutlich gestiegene Nachfrage nach Bio-Eiern bemerkbar gemacht, sagte Landesverbands-Geschäftsführer Beringer. Deshalb hätten sich viele Betriebe neu gegründet.

Quelle: dpa

 

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