Mehr arbeiten, weniger Teilzeit und Krankheitstage: IHK Oberfranken verabschiedet Positionspapier

26. März 2026 , 08:05 Uhr

Mit dem Begriff „Lifestyle-Teilzeit“ hatten Unionspolitiker zu Jahresbeginn eine heftige Debatte entfacht, ob wir Deutschen zu wenig arbeiten. Gegenwind gab es von der Opposition, von Gewerkschaften und aus der Bevölkerung. Von der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth kommen jetzt aber ähnliche Ansichten wie vom Mittelstandsflügel der Union.

Sie hat auf ihrer Vollversammlung jetzt ein Positionspapier verabschiedet, mit dem Titel „Arbeitsvolumen erhöhen – Für Wirtschaftswachstum!“. Laut IHK liege ein großer Teil des aktuellen Wettbewerbsproblems an den Arbeitskosten und der hohen Krankheitsquote. Zusammengefasst fordert die Kammer, dass sich daran etwas ändern muss. Konkret müsse die Krankheitsquote runter und mehr Vollzeit gearbeitet werden. Das Recht auf Teilzeitbeschäftigung braucht demnach eine Reform und die Kinderbetreuung müsse ausgebaut werden. „Es braucht jetzt die Entschlossenheit, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Sonst wird unsere Wirtschaft dem ohnehin schon starken internationalen Wettbewerb nicht standhalten können“, meint Oberfrankens IHK-Präsident Michael Waasner.

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