Tod zum Jahreswechsel

Mann nach tödlichem Brand durch Silvesterrakete angeklagt

26. August 2026 , 11:09 Uhr

In der Silvesternacht bricht auf dem Balkon einer Wohnung in Würzburg ein Feuer aus. Eine Seniorin stirbt. Schnell gibt es einen Verdacht zur Ursache – und jetzt eine Anklage.

Mehr als zehn Monate nach einem tödlichen, durch Feuerwerk ausgelösten Brand einer Wohnung in der Silvesternacht in Würzburg steht am 14. Oktober ein Mann vor dem Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung und fahrlässige Brandstiftung vor, wie die Behörde mitteilte. Der Angeklagte soll eine Rakete gezündet haben, die das Feuer auf dem Balkon der Wohnung entfachte.

Das Amtsgericht hat nach Angaben eines Sprechers bisher nur einen Prozesstag festgelegt, zu dem neun Zeugen geladen wurden. Der Verdächtige war durch Aussagen von Anwohnern und der Auswertung von Videos aus der Silvesternacht identifiziert worden.

Der 42-Jährige soll den Feuerwerkskörper entgegen jeglicher Sorgfalt mit gebrochenem Holzstab aus der Hand heraus gezündet hat. Neben dem Angeklagten hatte es einen weiteren Verdächtigen gegeben. Seine Tatbeteiligung konnte aber nach Angaben der Ermittler nicht hinreichend sicher belegt werden.

88-Jährige starb im Krankenhaus

Das Feuer war in der Silvesternacht auf einem Balkon im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Die Flammen hatten später auf die Wohnung selbst übergegriffen. Beim Löschen fanden Rettungskräfte die 88 Jahre alte Eigentümerin bewusstlos in der Wohnung. Sie wurde sofort ins Freie gebracht, behandelt und in ein Krankenhaus gebracht – doch im Laufe der Nacht starb sie an einer Rauchvergiftung.

Quelle: dpa

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