Fußball-Nationalmannschaft

Kosicke bei Länderspielen nicht neben Klopp auf der Bank

31. August 2026 , 12:01 Uhr

Diese Personalie sorgt für Diskussionen. Marc Kosicke muss sich als Berater des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp erklären. Den Kritikern erläutert er seine Aufgaben und gibt ein Versprechen ab.

Jürgen Klopps Berater und enger Vertrauter Marc Kosicke hat sich gegen Kritik aus der Fußball-Branche an seinem Engagement beim DFB verteidigt. Aus allen sportlichen Belangen der Nationalmannschaft werde er sich heraushalten, versicherte der 55-Jährige. 

«Jürgen hat mir augenzwinkernd die Bezeichnung AAF gegeben: Alles außer Fußball. Meine Aufgabe besteht darin, für Jürgen und sein Trainerteam die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen», sagte Kosicke in einem Interview der «Frankfurter Rundschau». 

Bei den Länderspielen werde er auch nicht neben Klopp auf der Ersatzbank sitzen. «Nein, da gehöre ich nicht hin», sagte der langjährige Berater und Begleiter des neuen Bundestrainers, dem er freundschaftlich verbunden ist. 

Assistent mit besonderen Aufgaben

Klopp hatte Kosicke bei seiner DFB-Präsentation als seinen Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation in seinem Stab vorgestellt. Kosicke saß dabei im Plenum. Auf das anschließende Foto mit der DFB-Führung und Klopp wollte er nicht. 

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hatte ihm als «externem Berater» zugesichert, im DFB «jeden Zugang» zu bekommen. Klopp und Kosicke habe es «nur im Paket» gegeben, sagte der Verbandschef. 

Das hatte Kritik ausgelöst. Als prominentester Zweifler hatte zuletzt Uli Hoeneß angemerkt, er wisse nicht, was die Konstruktion mit Kosicke beim DFB bezwecken solle. «Klopp und Co. haben den DFB übernommen, und das halte ich für falsch», sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München. 

Kosicke trat dieser Meinung nun entgegen. «Es geht nicht um eine Übernahme, es geht einfach darum, die richtigen Dinge zu tun. Dass wir gemeinsam mit den Menschen, die hier arbeiten und denen der Fußball am Herzen liegt, das Optimale für die Nationalmannschaft und den deutschen Fußball herausholen. Immer in einer demokratischen Diskussionskultur», sagte er.

Klopp: Diskussion in einem Jahr hinfällig

Auch Klopp hatte bereits auf die Debatte um Kosicke reagiert. «Ich bin mir sicher, wir werden in einem Jahr über seine Rolle nicht mehr diskutieren, weil dann der Einfluss erkennbar sein wird», sagte er als Stadiongast beim Bundesliga-Auftakt des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart bei Sky. 

Klopp befindet sich derzeit auf einer Tour bei mehreren Vereinen, um Gespräche mit und über seine potenziellen Spieler-Kandidaten zu führen. Am Sonntag wurde er beim FC Bayern gesichtet. Seinen ersten Kader als Bundestrainer wird er am 17. September bekanntgeben. 

Nach der WM-Enttäuschung mit dem Aus in der ersten K.o.-Runde gegen Paraguay und dem folgenden Abschied von Julian Nagelsmann als Bundestrainer startet die DFB-Elf am 24. September in den Niederlanden in die Nations League. Binnen zehn Tagen folgen noch die Partien in Augsburg gegen Griechenland, in München gegen Serbien und auswärts in Griechenland.

Quelle: dpa

 

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