Oberfrankens Wirtschaft: Talfahrt gestoppt, aber kein Aufschwung in Sicht
Die Wirtschaft in Oberfranken stabilisiert sich langsam, aber ein echter Aufschwung ist noch nicht in Sicht. Das zeigt die aktuelle Herbstumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth. 23 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut, genauso viele als schlecht. Besonders im Bau, im Tourismus und bei den Dienstleistern läuft es wieder etwas besser. Industrie und Handel kämpfen dagegen weiter mit Problemen. Vor allem hohe Energiepreise und steigende Kosten machen den Betrieben zu schaffen. Und auch der Blick in die Zukunft bleibt pessimistisch: Fast jedes dritte Unternehmen rechnet mit schlechteren Geschäften und plant, Personal abzubauen. Nur acht Prozent wollen neue Mitarbeiter einstellen.
Konjunkturumfrage der HWK: zurückhaltender Ausblick wegen politischer Unsicherheit
Oberfrankens Handwerk blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Das zeigt eine Konjunkturumfrage der Handwerkskammer für Oberfranken unter 420 Betrieben. Der Geschäftsklimaindex ist leicht gestiegen, auch bei Umsatz und Beschäftigung gibt es positive Signale. 82 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Lage als gut oder befriedigend. Beim Blick nach vorne bleibt die Stimmung ein bisschen verhaltener: 75 Prozent erwarten in den kommenden Monaten eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Die Handwerkskammer sieht vor allem politische und wirtschaftliche Unsicherheiten als Grund für den zurückhaltenden Ausblick. Stabil bleiben die Auftragseingänge, während die Kapazitätsauslastung weiter leicht steigt.