Basketball

NBA-Meister Knicks in New York mit Konfetti-Parade gefeiert

18. Juni 2026 , 20:28 Uhr

Nach dem ersten NBA-Titel seit 53 Jahren werden die Knicks auf den Straßen von Manhattan von hunderttausenden Menschen gefeiert. Nur einer kommt nicht so gut an.

Nach dem Gewinn des ersten NBA-Titels der New York Knicks seit 53 Jahren haben hunderttausende Menschen das Team in Manhattan bei einer Meisterschaftsparade mit Jubel und Konfetti gefeiert. Auf Festwagen fuhr die Mannschaft samt Trophäe von der Südspitze der Insel zwischen Hochhäusern bis zum Rathaus, vorbei an unzähligen Anhängern in Blau und Orange. Auch Stars und Knicks-Stammgäste wie Regisseur Spike Lee und die Schauspieler Timothée Chalamet und Ben Stiller zeigten sich bei der Parade. 

Bereits Stunden vor dem geplanten Beginn war der Andrang nach Angaben der New Yorker Polizei NYPD so groß, dass niemand mehr in die Gegend rund um die Umzugsroute gelassen wurde. Die NYPD war nach eigenen Angaben mit mehr als 10.000 Einsatzkräften im Einsatz – mehr als jemals zuvor in der Geschichte der Behörde bei einer Veranstaltung. 

Bürgermeister: Werden dieses Gefühl nie vergessen

Nach der Parade bekamen die Knicks vor dem Rathaus von Bürgermeister Zohran Mamdani symbolisch die Schlüssel zur Stadt überreicht. «Solange wir leben werden wir uns an dieses Gefühl einer gemeinsamen Stadt erinnern – einer Stadt, die lebt, einer Stadt, die überwältigt ist von Glück», sagte Mamdani, der unter seinem Jackett ebenfalls ein Knicks-Trikot trug.

Die Tradition der sogenannten «Ticker-Tape-Parades» in New York geht auf die Eröffnung der Freiheitsstatue 1886 zurück. Damals warfen Börsenhändler spontan Börsenticker-Papierstreifen – sogenannte Ticker-Tapes – aus ihren Fenstern auf den Festumzug. Seitdem sind immer wieder Sportmannschaften oder berühmte Persönlichkeiten mit Konfetti-Paraden gefeiert worden. Zuletzt war 2024 das Frauen-Basketballteam New York Liberty nach dem Gewinn der WNBA-Meisterschaft so gefeiert worden.

Knicks nehmen Einladung von Trump ins Weiße Haus an

Zuvor hatten die Knicks eine Einladung von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus bekommen. Nach Angaben von Teameigentümer James Dolan wird die Mannschaft diese annehmen. «Wir müssen noch die Details klären und so weiter, aber ja, natürlich», sagte Dolan gegenüber «USA Today». «Sehen Sie, ich habe den Präsidenten eingeladen, zum Spiel zu kommen. Er ist ein Freund. Ich kenne ihn seit 30 Jahren und bin sehr stolz darauf, das Team ins Weiße Haus mitzunehmen.» Dolan wurde bei der Siegesfeier im traditionell sehr demokratischen New York ausgebuht. 

Damit wird erstmals in der Amtszeit von Trump ein NBA-Meister das Weiße Haus besuchen. Die vergangenen fünf Champions in der Ära von Trump lehnten eine Einladung des Präsidenten stets ab, während drei Meister in der Amtszeit von Joe Biden das Weiße Haus besuchten. 

Die New York Knicks hatten erstmals seit 53 Jahren wieder den Titel in der NBA geholt. Sie gewannen die notwendigen vier Spiele gegen die San Antonio Spurs. Ariel Hukporti wurde dabei als dritter Deutscher nach Dirk Nowitzki und Isaiah Hartenstein NBA-Champion.

Quelle: dpa

 

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