Keramik-Industrie: Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

22. August 2025 , 16:39 Uhr

Von der Gewerkschaft IGBCE habt ihr im vergangenen Jahr vor allem im Zusammenhang mit der Krise beim Porzellanhersteller Rosenthal in der Region sehr viel gehört. Sie hatte die Beschäftigten in Selb und Speichersdorf vertreten, als es darum ging, welcher Standort erhalten bleibt und wie viel Verzicht die Mitarbeiter verschmerzen können, um das angeschlagene Unternehmen zu retten. Jetzt setzt sich die IGBCE für mehr Lohn in der gesamten feinkeramischen Industrie ein.

Konkret fordert die IGBCE sechs Prozent mehr innerhalb von zwölf Monaten und einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder. Eine zurückhaltende Forderung, meint Verhandlungsführer Moritz Hautmann. Sie trage der teils angespannten wirtschaftlichen Lage der feinkeramischen Industrie Rechnung. In der technischen Keramik läuft es laut Hautmann rund, beim Porzellan eher durchwachsen. Die Prognosen sehen aber positiv aus, auch durch den versprochenen Bau-Turbo der Bundesregierung. Die Verhandlungen starten am 1. Oktober und betreffen dann auch zahlreiche Keramikhersteller in der Euroherz-Region (CeramTec Marktredwitz, BHS Tabletop Schönwald, Vishay Selb).

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