Die EU-Kommission hat jetzt beschlossen die Regeln für die CO2-Zertifikate zu lockern, um die Wirtschaft zu unterstützen. Deutschland hat die CO2-Bepreisung als nationales Steuerungselement für mehr Klimaschutz in den Unternehmen. Die ist allerdings einigen Industriezweigen ein Dorn im Auge. So auch den Keramik-Arbeitgebern, wie es sie vermehrt bei uns in der Region gibt. Die Chefin des Bundesverbands der Keramischen Industrie, Sybille Kaiser, fordert, die CO2-Bepreisung für Produktionswerke zu streichen. Die sei zum Energiepreis- und Inflationstreiber mutiert, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Heimische Betriebe wandern so lieber ins Ausland ab, die CO2-Bepreisung schadet der Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland müsse sich an den Klimazielen der EU orientieren. Ein weiter enormer Kostenpunkt sind die Arbeitskosten: Kaiser fordert weiter, dass die Lohnzusatzkosten für Arbeitgeber im kommenden Jahr auf 40 Prozent sinken müssen.