FIFA-Kongress

Kanadische Polizei: Eskorte für Infantino abgelehnt

30. April 2026 , 07:36 Uhr

Für Verbandschef Gianni Infantino wird es beim FIFA-Kongress in Vancouver keinen Geleitschutz durch die Polizei geben. Die Behörden nennen Gründe für ihre Entscheidung.

Für FIFA-Präsident Gianni Infantino wird es rund um den Kongress des Fußball-Weltverbands im kanadischen Vancouver keine Polizeieskorte geben. Ein entsprechender Antrag sei abgelehnt worden, teilte die Polizei von Vancouver mit und bestätigte damit lokale Medienberichte. «Formelle Fahrzeugkonvois mit Verkehrssperrungen sind Staatsoberhäuptern vorbehalten», sagte Polizeivizepräsident Don Chapman.

Die FIFA-Offiziellen würden nicht die Kriterien für international geschützte Personen erfüllen, hieß es weiter. Mit einer derartigen Eskorte gingen Straßensperrungen und die Erlaubnis, rote Ampeln zu überfahren, einher. Dies sei abgelehnt worden.

FIFA: Infantino war sich keiner Anfrage bewusst

Die FIFA richtet am Donnerstag ihren Kongress in dem kanadischen WM-Spielort aus, dort versammeln sich die 211 Mitgliedsverbände des Weltverbands. Zuvor fanden bereits mehrere Sitzungen wie zum Beispiel das Treffen des FIFA-Councils am Dienstag statt, zu diesem Gremium gehört auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf.

Die FIFA teilte mit, dass der Weltverband nie eine bestimmte Polizeieskorte für Infantino beantragt habe. «Der FIFA-Präsident war sich keiner Anfrage an die Behörden bezüglich seines Transports und Sicherheitsfragen für den 76. FIFA-Kongress bewusst oder daran beteiligt.» Das kanadische WM-Organisationskomitee sei in Kontakt mit den Behörden, hieß es vom Weltverband weiter, dies entspreche dem Vorgehen bei früheren Veranstaltungen.

Polizei: Keine Eskorte für WM-VIPs

Die Sprecherin der Polizei von Toronto, Stephanie Sayer, erklärte, dass die Polizei keine Eskorten für VIPs bei der Weltmeisterschaft in diesem Sommer plane. Jede Anfrage werde individuell geprüft, sagte sie der Nachrichtenagentur AP. Die Polizei werde Mannschaften und bestimmte Offizielle begleiten, wenn ein eindeutiges Bedürfnis nach öffentlicher Sicherheit bestehe.

Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Vancouver ist neben Toronto einer von zwei Spielorten in Kanada.

Quelle: dpa

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