Das Projekt läuft seit Anfang des Jahres schon bei der Bayreuther Justiz – ab heute auch in Hof: Der sogenannte „Teen Court“. Das heißt, Jugendliche sprechen Recht über andere Jugendliche, die eine Straftat begangen haben. Die Schülerrichter können Auflagen und Weisungen für die ungefähr Gleichaltrigen festlegen. Mit denen können sie auch direkt über die Tat sprechen, heißt es von der Staatsanwaltschaft Hof. Wenn sie die Auflagen erfüllen, kann die Staatsanwaltschaft von einem Ermittlungsverfahren absehen. Zum Start des „Teen Courts“ in Hof kommt am Vormittag Bayerns Justizminister Josef Schmid ans Landgericht. Dort übergibt er die Urkunden für die Schülerinnen und Schüler, die jugendliche Richter in Hof sein werden.
Im unterfränkischen Aschaffenburg hat sich das Projekt schon als Erfolg erwiesen: Dort hat sich herausgestellt, dass jugendliche Straftäter, die das Verfahren durchlaufen haben, deutlich seltener rückfällig sind.