Zuschuss beschlossen

IOC zahlt jedem Olympia-Teilnehmer künftig 10.000 Dollar

24. Juni 2026 , 17:00 Uhr

Seit Jahren fordern Olympioniken mehr finanzielle Unterstützung vom IOC. Jetzt beugt sich die Dachorganisationen und legt einen Millionen-Fonds auf.

In der Dauerdebatte um die Entlohnung olympischer Athleten gewährt das IOC künftig jedem Olympia-Teilnehmer einen Zuschuss von 10.000 Dollar. Dafür stellt das Internationale Olympische Komitee alle vier Jahre einen Fonds im Umfang von 140 Millionen Dollar (rund 123 Millionen Euro) bereit. Schon die Sportlerinnen und Sportler, die bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo im Februar gestartet sind, können diese Sonderprämie beantragen. Das beschloss die IOC-Generalversammlung in Lausanne. 

Nach Angaben der Dachorganisation sind nach jeweils einer Ausgabe von Sommer- und Winterspielen rund 14.000 Athleten berechtigt, den Zuschuss in Höhe von umgerechnet rund 8.800 Euro zu bekommen. «Nicht nur Medaillengewinner, nicht nur Sportler aus bestimmten Ländern», sagte Pau Gasol, der Vorsitzende der IOC-Athletenkommission. «Das ist ein Sieg für jeden von uns und wird unsere Bewegung weiter stärken», betonte der spanische Ex-Basketballer.

Dopingsünder bekommen kein Geld

In den vergangenen Jahren hatte sich das IOC immer wieder dagegen ausgesprochen, Preisgelder bei Olympia auszuloben. Zuletzt hatten die umstrittenen «Enhanced Games», bei denen Teilnehmern auch der Einsatz von Doping erlaubt ist, die Diskussion um die Vergütung von Athleten mit ihrer ersten Auflage in Las Vegas neu befeuert. Starter wie der deutsche Schwimmer Marius Kusch konnten dort einen Siegerbonus von 250.000 Euro abräumen.

IOC-Chefin Kirsty Coventry hatte danach erneut bekräftigt: «Ich glaube nicht daran, Athleten bei Olympia zu bezahlen.» Nun fand der Ringe-Zirkel einen Kompromiss und schüttet Millionen an alle Olympia-Teilnehmer aus, auch wenn sie weit entfernt von den Medaillenrängen ins Ziel kommen. 

Sollten Athleten auf den Zuschuss verzichten, verbleibe dieser im Topf und komme zukünftigen Sportler-Generationen zugute, hieß es. Das Geld wird über die Nationalen Olympischen Komitees ausgezahlt und darf nicht von anderen Prämien abgezogen werden. Im Falle von Dopingvergehen oder anderen schwerwiegenden Regelverstößen erlischt der Anspruch auf den Zuschuss.

Quelle: dpa

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