Internationaler Museumstag: Das haben die Museen in der Region geplant

16. Mai 2026 , 13:04 Uhr

Wenn ihr schon lange nicht mehr im Museum wart, dann ist vielleicht genau an diesem Wochenende der richtige Zeitpunkt für einen Besuch. Morgen (SO) ist Internationaler Museumstag und an dem beteiligen sich auch einige Museen in der Euroherz-Region – teils mit freiem oder vergünstigtem Eintritt und mit Sonderaktionen.
Mit dabei sind das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth und das Bauernhofmuseum Kleinlosnitz, das Porzellanikon in Selb und Hohenberg an der Eger und die Fichtelgebirgsmuseen in Wunsiedel und Arzberg.
Der Internationale Museumstag soll die Rolle der Museen für den kulturellen Austausch, der gegenseitigen Verständigung und damit auch für den Frieden hervorheben.


Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Der Eintritt ist am Internationalen Museumstag frei.
Zudem finden kostenlose Kurzführungen um 10:00, 15:00 und 16:00 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl ist pro Führung auf 40 Personen beschränkt, daher bitten wir um vorherige Anmeldung über des digitale Buchungsportal des Museums unter https://www.moedlareuth.de
Im ehemals durch die innerdeutsche Grenze geteilten Dorf Mödlareuth informiert die neue Dauerausstellung im 2025 eröffneten Museumsneubau über die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung. Auf dem Freigelände sind original erhaltene Grenzanlagen zu sehen.

Darüber hinaus besteht am Museumstag die Möglichkeit, den Grenzturm Heinersgrün an der A72 im sächsischen Vogtland zu besichtigen. Dieser hat von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 15:30 Uhr.

Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz
Auch in Kleinlosnitz ist der Eintritt am 17.05. frei.
Im Bauernhofmuseum gibt es zum Internationalen Museumstag ein Familienangebot mit Spielstationen im Außengelände. Zudem lädt der Biergarten der Brotzeitstube mit frischgebackenen Torten und Kuchen zur Einkehr ein.
Auf dem Gelände lassen sich zwischen Gärten und Obstbäumen historische oberfränkische Bauernhäuser besichtigen und die bäuerliche Lebenswelt vergangener Tage erkunden. Auch die Sonderausstellung „Tierisch nützlich – Der Mensch und sein Vieh“ ist noch bis 21.6.2026 zu sehen. Informationen zum Museum unter https://www.kleinlosnitz.de

Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan – Selb und Hohenberg a.d. Eger
Im Porzellanikon Hohenberg (Villa & Sammlung) beginnt der Internationale Museumstag um 13:00 Uhr mit einer Führung zur „Kunst- und Kulturgeschichte des Porzellans“. Die Museumsgäste begeben sich auf eine Zeitreise durch 300 Jahre Porzellangeschichte, bei der sie alle spannenden Aspekte des „weißen Goldes“ kennenlernen. Gleich im Anschluss, um 14:30 Uhr, führt Hauptkuratorin Dr. Jana Göbel durch die neue Sonderausstellung „Die neue Dramaturgie des Essens: Gestaltung jenseits des Tellers“, die dazu einlädt, vertraute Essgewohnheiten neu zu betrachten und einen Blick auf die Tischkultur von morgen zu werfen.

Im Porzellanikon Selb (Fabrik & Technik) erwartet die Museumsgäste um 10:00 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung „Rosenthal – Ein Mythos“. Gemeinsam mit Hauptkuratorin und Rosenthal-Spezialistin Petra Werner gehen sie dem kreativen Schaffen der Weltmarke nach und können die legendäre Produktpalette bewundern. Wer sich für Fritz Klee, einen der bedeutendsten Gestalter der Stadt Selb der letzten 100 Jahre interessiert, für den ist die Führung um 13:00 Uhr durch die neue Sonderausstellung „FRITZ KLEE – Ein Selber wider Willen?“ mit Petra Werner ein absolutes Muss. Um 14:30 Uhr wird es spannend: Kathleen Klötzer führt durch die Sonderausstellung „TATORT Porzellan(ikon). Ein Krimi in Selb“ und gibt packende Einblicke in eine Schattenwelt hinter der glanzvollen und unschuldigen Fassade von Porzellan und Keramik. Es geht um Verbrechen, Spionage und Betrug mit dem „weißen Gold“,

Technikvermittler Chris Neeb bietet um 15:30 Uhr eine Führung durch die Porzellanherstellung in der alten Fabrik an, bei der Interessierte die spannende Geschichte zur Herstellung des weißen Goldes erfahren. Als besonderes Highlight ist das Herzstück des Museums, die große Dampfmaschine, live zu erleben. In Live-Vorführungen werden den Besucherinnen und Besuchern die wichtigsten Schritte beim Gießen, Drehen oder dem Betrieb der Massemühle gezeigt. Vor allem Kinder erspüren bei den Hands-On-Stationen, was bei der Arbeit mit Porzellan wichtig ist.

Um 13:00 Uhr öffnet die Kreativ-Fabrik des Museums für kleine und große Künstlerinnen und Künstler und lädt zum Drehen eines Krimi-Trickfilms, zum Porzellanmalen und zum Scherbenbasteln ein. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Porzellanteile zum Bemalen können vor Ort erworben werden.

Selbstverständlich können sich die Museumsgäste frei in unseren Museen bewegen und ihren eigenen Rundgang starten. Alle Führungen sind kostenfrei. Der Eintrittspreis beträgt an beiden Standorten 1,00 Euro Sonntagseintritt. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei.

Die Öffnungszeiten sind jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr; an beiden Standorten sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel und das Gerätemuseum Arzberg
Die Besucher erwartet eine Vielzahl spannender Ausstellungen bei freiem Eintritt.

Im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel bietet sich eine der letzten Gelegenheiten, die Sonderausstellung „Lauter alte Schachteln – Auf die Verpackung kommt es an!“ zu sehen, die nur noch kurze Zeit läuft. Ergänzt wir das Angebot durch den neuen Rundgang „Stadtspuren“, der quer durch das Museum führt und im Rahmen der Feierlichkeiten zu 700 Jahren Stadtrecht Wunsiedel konzipiert wurde. Er erzählt die Stadtgeschichte über prägende Persönlichkeiten und ausgewählte Objekte.

Im Gerätemuseum Arzberg rückt die Ausstellung „WASSERgeschichten Fichtelgebirge – vom kraftvollen und lebenswichtigen Element“ die Rolle des Wassers als prägende Kraft der Region in den Mittelpunkt. Sie beleuchtet, wie vielschichtig Wasser Landschaft, Lebensweise und wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst hat und bis heute prägt. Rund um die Ausstellung gibt es ein Quiz, bei dem tolle Preise zu gewinnen sind.

Darüber hinaus erwartet die Besucher im Kuhstall die neu eröffnete Ausstellung „MundART“. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 30 Holzschnitten, mit denen Karl Bedal die Bücher Otto Schemms bereicherte. An einer Audiostation kann auf Knopfdruck in die Deas G’schichtn von Otto Schemm in Sechsämter Mundart hineingehorcht werden.

Der Museumstag verbindet beide Häuser zu einem vielseitigen Erlebnis und lädt dazu ein, regionale Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln neu zu entdecken.

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