Freundschaften – sie geben uns Halt, machen das Leben bunter und stärken unser Selbstbewusstsein. Am 30. Juli erinnert daran der Internationale Tag der Freundschaft – ein Gedenktag der Vereinten Nationen. Doch nicht alle haben die gleichen Chancen, neue Freundschaften zu knüpfen. Vor allem junge Menschen mit Beeinträchtigung sind oft ausgegrenzt und fühlen sich einsam.
“Wer früh Inklusion erlebt, wächst selbstverständlicher in eine vielfältige Gesellschaft hinein”
Freunde treffen, gemeinsam Sport treiben oder einfach mal quatschen – für viele Jugendliche ganz normal. Doch jungen Menschen mit Beeinträchtigung fällt genau das oft schwer. Christina Marx von der Aktion Mensch: “Räumliche Barrieren, mangelnde Mobilität oder Bildungs- und Freizeitangebote, die nicht allen offenstehen, machen es jungen Menschen mit Beeinträchtigung oft schwer, Freundschaften zu schließen. Dabei wissen wir: Wer früh Inklusion erlebt, wächst viel selbstverständlicher in eine vielfältige Gesellschaft hinein.”
Besonders erschreckend: 27 Prozent der befragten jungen Menschen mit Beeinträchtigung sagen, dass es ihnen schwerfällt, überhaupt neue Freundschaften zu knüpfen. Auch beim Thema Liebe sieht ein Drittel der Befragten mit Beeinträchtigung kaum Chancen, eine feste Beziehung zu finden, fasst Christina Marx zusammen: “Deshalb unterstützen wir Inklusion von Anfang an und fördern zahlreiche Kinder- und Jugendprojekte, die junge Menschen mit und ohne Behinderung. So entstehen Unsicherheiten oder Vorurteile häufig erst gar nicht und Freundschaften entstehen.”