Illegale Müllablagerung in Tschechien: Prozess startet in Weiden

11. Juni 2026 , 06:30 Uhr

Zahlreiche illegale Müllexporte ins Ausland beschäftigen in den kommenden Monaten das Landgericht Weiden. Zwei Männer müssen sich wegen des Umweltskandals verantworten, der bis in die Region gelangt ist.
Angeklagt sind der Geschäftsführer einer Entsorgungsfirma aus Weiden und ein Mitarbeiter einer tschechischen Niederlassung des Unternehmens, der die Transporte organisiert haben soll. Beide sollen beharrlich und gewinnsüchtig in 41 Fällen Abfälle nach Tschechien und Polen gebracht haben, in zwei Fällen soll der Müll als gefährlich eingestuft gewesen sein. Der Chef muss sich wegen weiterer Delikte verantworten. Unter anderem soll er in Kauf genommen haben, dass seine Mitarbeiter gesundheitsgefährdende Stoffe einatmeten. Nach Protesten in Tschechien haben die bayerischen Behörden den Sondermüll aufwendig zurückgeholt. Ein Teil davon war im Herbst in Hof zwischengelagert.

 

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