Illegale Müllablagerung in Tschechien: Einigung am ersten Prozesstag

11. Juni 2026 , 14:25 Uhr

Seit heute müssen sich der frühere Geschäftsführer einer Entsorgungsfirma aus der Oberpfalz und sein tschechischer Geschäftspartner vor dem Landgericht Weiden verantworten. In insgesamt 41 Fällen sollen sie illegal Müll nach Tschechien und Polen gebracht haben – darunter auch gefährliche Abfälle. Der Freistaat Bayern hatte den Müll aufwendig zurückgeholt und einen Teil davon im Herbst in Hof zwischengelagert. Dabei entstanden Kosten von rund 600.000 Euro. Schon am ersten Prozesstag konnten sich alle Beteiligten auf einen Strafrahmen einigen: Der Ex-Geschäftsführer, der seit zehn Monaten in U-Haft sitzt und ein Geständnis abgelegt hat, soll höchstens zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt werden. Für seinen tschechischen Geschäftspartner ist eine Bewährungsstrafe vorgesehen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die beiden 100.000 Euro an den Freistaat Bayern zahlen. Der Vereinbarung haben Angeklagte, Staatsanwaltschaft und Gericht bereits zugestimmt.

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