IHK-Umfrage: "Die Konjunktur steckt fest im Frost!"

29. Januar 2026 , 06:16 Uhr

Die Wirtschaft in Oberfranken kommt auch zu Beginn des neuen Jahres nicht in Schwung. Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth spricht von einer „Flaute ohne Tauwetter“. Besonders Industrie, Handel und Tourismus seien pessimistisch. Einziger Lichtblick: der Dienstleistungssektor. Viele Betriebe klagen über schwache Nachfrage, hohe Kosten und unsichere Rahmenbedingungen. Auch die Erwartungen für die Zukunft sind getrübt, so IHK-Präsident Michael Waasner:

Insbesondere sind sie sehr stark negativ beim Großhandel, beim Einzelhandel. Auch die Industrie geht weiter von eher einer Lageverschlechterung aus. Einzig das Baugewerbe, vielleicht in Folge hier des Sondervermögens, erwartet tatsächlich eine Verbesserung seiner Lage.

Die Forderungen der IHK sind nicht neu: weniger Bürokratie, niedrigere Kosten und klare Signale aus der Politik – sonst bleibe die Konjunktur in Oberfranken weiter auf Eis.

Das könnte Dich auch interessieren

26.03.2026 Mehr arbeiten, weniger Teilzeit und Krankheitstage: IHK Oberfranken verabschiedet Positionspapier Mit dem Begriff „Lifestyle-Teilzeit“ hatten Unionspolitiker zu Jahresbeginn eine heftige Debatte entfacht, ob wir Deutschen zu wenig arbeiten. Gegenwind gab es von der Opposition, von Gewerkschaften und aus der Bevölkerung. Von der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth kommen jetzt aber ähnliche Ansichten wie vom Mittelstandsflügel der Union. Sie hat auf ihrer Vollversammlung jetzt ein 14.03.2026 Oberfränkischer Handel benachteiligt: Billigpakete aus China überschwemmen Bayern Immer mehr Kleinsendungen aus China landen in Bayern – vor allem durch Online-Bestellungen bei Plattformen wie Temu, Shein oder AliExpress. Nach Angaben der oberfränkischen Industrie- und Handelskammer hat sich der Importwert solcher Pakete seit 2023 mehr als versechsfacht – zuletzt auf rund 400 Millionen Euro im Jahr 2025. 81 Prozent dieser Kleinsendungen kommen inzwischen aus 24.02.2026 Oberfranken aus der Krise holen: Wirtschaft schickt gemeinsamen Appell an die Bundesregierung Einen „Befreiungsschlag“ für die oberfränkische Wirtschaft – das fordern die IHK für Oberfranken Bayreuth, die IHK zu Coburg und die Handwerkskammer für Oberfranken in einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung. Die Kammern sprechen von einer ernüchternden Bilanz der vergangenen Jahre. So sind in Oberfranken seit 2019 rund 11.500 Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe verloren gegangen. In 22.01.2026 Mercosur-Handelsabkommen: Oberfränkischer IHK-Präsident fordert schnelles Inkrafttreten Es ist ein schwarzer Tag für ganz Europa. Das sagt Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth. Er bezieht sich auf den Beschluss im EU-Parlament, das Mercosur-Abkommen dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorzulegen. Über das Freihandelsabkommen mit der südamerikanischen Wirtschaftsorganisation Mercosur hat die EU über 25 Jahre beraten. Eine Prüfung des Abkommens würde für