Warnung vor offenem Feuer

Hohe Waldbrandgefahr in Bayern – Hitzewelle wird heftiger

29. Juli 2026 , 16:22 Uhr

Zahlreiche Messstationen in Bayern warnen vor höchster Gefahr: Wie man sich jetzt in Waldgebieten verhalten soll und was die Behörden unternehmen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die kommenden Tage eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr für weite Teile Bayerns gemeldet. Mehr als zehn Messstationen zeigen für Donnerstag die höchste Gefahrenstufe. Die Bezirksregierungen von Niederbayern und der Oberpfalz haben bereits Beobachtungsflüge angeordnet, auch in Oberfranken und Unterfranken sollen in den kommenden Tagen entsprechende Flüge starten.

Luftbeobachtungen sollen große Waldbrände verhindern 

Auch am heutigen Mittwoch sowie am Freitag und am Samstag besteht laut DWD-Daten ein mittleres bis hohes Waldbrandrisiko im Freistaat. Um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen, sollen in Niederbayern von Mittwoch bis Freitag Luftbeobachtungen durchgeführt werden. In der Oberpfalz soll bis Montag geflogen werden.

Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) mahnte wegen der hohen Waldbrandgefahr zur Vorsicht: Schon eine «kleine Unachtsamkeit» könne aktuell «dramatische Folgen haben». Um das Risiko für Brände zu minimieren, rufen die Bezirksregierungen dazu auf, in Waldgebieten und deren Umgebung keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Fahrzeuge sollten zudem nicht auf leicht entzündlichem Untergrund wie Wiesen oder Waldwegen geparkt werden.

Bund Naturschutz mahnt mehr Tempo bei Waldumbau an

Der beste Schutz gegen Waldbrände sei laut Ralf Straußberger vom Bund Naturschutz Bayern ein Waldumbau der Nadelwälder in naturnahe Laubwälder. «Nadelwälder, die derzeit in Südeuropa brennen, sind auch in Bayern weit verbreitet», sagt der Waldreferent. «Doch hier kommt Bayern zu langsam voran, weil die kleinen Laubbäume zu häufig von den zu vielen Rehen und Hirschen aufgefressen werden».

Hitze wird immer heftiger – bis zu 37 Grad möglich

Insbesondere für den Süden Bayerns gilt laut DWD am Mittwoch zudem eine Hitze-Warnung: Am Westrand von Hoch «Olaf» über Osteuropa gelange von Südwesten zunehmend heiße Luft subtropischen Ursprungs nach Süddeutschland. Für den Nachmittag und Abend müsse in Alpennähe mit einzelnen Gewittern und Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Im Norden Bayerns bleibe es zwar heiß, Unwetter drohten hier aber nicht.

Am Mittwoch zeigt sich demnach häufig die Sonne. Die Temperaturen klettern im Freistaat auf 31 bis 35 Grad – es ist der Beginn einer neuen Hitzewelle. Im Norden kann es sogar noch heißer werden, das Thermometer kann hier bis zu 37 Grad anzeigen. Für die kommenden Tage muss mit weiter steigenden Temperaturen gerechnet werden.

Quelle: dpa

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