Nach dem Fund einer Fliegerbombe bei Gleisarbeiten, war es mit der Sonntagsruhe im Hofer Bahnhofsviertel am Nachmittag vorbei. Die Polizei hat Straßen für den Verkehr gesperrt und später auch etwa 1.000 Anwohner aus ihren Häusern geholt. Außerdem konnten die Züge nicht in den Hofer Bahnhof einfahren. Matthias Münchberger von der Polizeiinspektion Hof:
Hier wurde um 11 Uhr 20 beim Freilegen des Gleisbettes eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die ist beim Abziehen des Schotters praktisch oberirdisch zum Vorschein gekommen. […] Das ist durchaus normal, dass sonntags gearbeitet wird – natürlich ist es nicht normal, dass man sonntags jedes Mal eine Bombe findet.
Daraufhin wurde der Bereich in einem Radius von 300 Metern um den Fundort evakuiert. Hunderte Anwohner konnten in der Sophienschule unterkommen, Rettungskräfte haben sie dort mit kühlen Getränken versorgt. Ein Sprengkommando aus Feucht hat sich um die Entschärfung der gut 68 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe gekümmert. Kurz nach halb sechs am Abend dann die Entwarnung: Die Fliegerbombe ist entschärft.
Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla dankt allen Beteiligten für ihren Einsatz:
Es waren viele Menschen aus unterschiedlichsten Organisationen, die hier für Sicherheit gesorgt haben, die sich um die Bevölkerung gekümmert haben, die Betreuungsstelle eingerichtet und betrieben haben, Straßenabsperrungen, also es war wirklich ein sehr großer Aufwand. Es ist gut gelaufen und das war toll, dann am Sonntagabend wieder das Gefühl zu haben, alles ist sicher.
Es ist nicht die erste Fliegerbombe im Hofer Bahnhofsviertel, das zum Ende des Zweiten Weltkriegs massiv aus der Luft bombardiert wurde: Erst vor einem Dreivierteljahr haben Arbeiter bei Grabungen in der Nähe der Tankstelle auf Seite der Hans-Böckler-Straße eine Bombe gefunden.