Internationale Rettungsaktion

Höhlendrama: Hoffnung für eingeschlossene Goldsucher in Laos

27. Mai 2026 , 08:09 Uhr

Retter nähern sich den sieben eingeschlossenen Goldsuchern in Laos bis auf weniger als 20 Meter – durch schmale Tunnel und auf dem Bauch robbend. Sinkende Wasserstände geben neue Hoffnung.

Beim dramatischen Rettungseinsatz für sieben eingeschlossene Goldsucher in einer überfluteten Höhle in Laos gibt es neue Hoffnung: Die Retter haben sich nach eigenen Angaben bis auf weniger als 20 Meter an den vermuteten Aufenthaltsort der Männer vorgearbeitet. Die Wasserstände in der Höhle seien inzwischen deutlich gesunken, zitierte das Nachrichtenportal «Thai Enquirer» den thailändischen Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong.

Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten – auch wegen der Erfahrung thailändischer Einsatzkräfte bei der international beachteten Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018.

Rettungsteams aus dem Nachbarland waren am Wochenende am Unglücksort in der nördlichen Provinz Xaisomboun eingetroffen. Auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und sein thailändischer Kollege Norrased Palasing, die bereits an der spektakulären Rettung in Tham Luang beteiligt waren, unterstützen die Mission. 

Retter kriechen und tauchen

Derweil arbeiteten sich die Spezialkräfte weiter durch enge und teils komplett überflutete Tunnel vor. Teilweise müssten die Taucher auf dem Bauch oder auf den Knien kriechen und durch schmale Unterwasserpassagen tauchen, sagte Kengkaj.

Die sieben Männer sind seit mehr als einer Woche in der Höhle im Bezirk Longchaeng eingeschlossen. Ob sie noch leben, ist unklar. Das Gebiet ist durch schroffe Berge und dichten Dschungel geprägt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane. 

Insgesamt waren zehn Dorfbewohner in das Höhlensystem vorgedrungen, um dort nach Gold zu graben. Drei konnten entkommen, sieben wurden nach heftigen Regenfällen und einem Erdrutsch eingeschlossen.

Suche nach alternativem Zugang

Entlang der Route installierten Einsatzkräfte inzwischen zusätzliche Sauerstoffflaschen und Sicherheitssysteme für den Fall neuer Überschwemmungen. Zudem versuchen Teams, mit Belüftungsrohren die schlechte Luftqualität in der Höhle zu verbessern. Parallel suchen weitere Retter außerhalb der Höhle nach alternativen Zugängen über senkrechte Felsschächte. Die Familien der Vermissten warten derweil weiterhin vor der Höhle auf Nachrichten.

Die Rettungsaktion erinnert viele an das Drama um die Tham-Luang-Höhle in Nordtthailand vor acht Jahren. Damals waren zwölf junge Fußballer und ihr Trainer nach starken Regenfällen mehr als zwei Wochen lang in der überfluteten Höhle eingeschlossen – und wurden schließlich von internationalen Höhlentauchern und Spezialkräften befreit.

Quelle: dpa

 

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