Lese für den neuen Jahrgang

Hauptweinlese beginnt - Großkampftage für die Winzer

03. September 2026 , 03:30 Uhr

Federweißer im Regal, Silvaner im Weinberg: Die Hauptweinlese startet. Wie reagieren Winzer auf sinkende Nachfrage und steigende Preise?

Die ersten Federweißer-Flaschen stehen längst in den Regalen – nun geht es in Frankens Weinbergen an die Ernte von Sorten wie Silvaner, Riesling und Scheurebe. Zur offiziellen Eröffnung der Hauptweinlese in Iphofen am Donnerstag (13.00 Uhr) sind unter anderem Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (beide CSU) angekündigt.

Die etwa 3.400 Winzer in Franken kämpfen derzeit mit einer Vielzahl von Problemen. Zum einen wird weniger Alkohol getrunken, und wenn, dann stammen nur vier von zehn bundesweit geleerten Weinflaschen aus Deutschland. Neben den sinkenden Absätzen steigen die Kosten kontinuierlich etwa für Mindestlohn oder Sprit. Immer mehr Betriebe geben Flächen auf, andere planen um – und pflanzen vielleicht bald neue Kulturen.

Mehr als 50 Millionen Weinflaschen 2025

Die Anbaufläche erstreckt sich in etwa von Bamberg bis Aschaffenburg. Im vergangenen Jahr gab es im Schnitt 72 Hektoliter je Hektar und damit etwa zwei Bocksbeutel je Rebe. Insgesamt hatte Franken 2025 eine Ertragsrebfläche von rund 6.000 Hektar; 380.771 Hektoliter Wein wurden nach Angaben des Landesamts für Statistik registriert. 

Bei knapp 56 Prozent der bayerischen Weinerzeugung handelt es sich um Qualitätswein mit Prädikat. Die Menge entsprach rund 38 Millionen Litern oder etwas mehr als 50 Millionen Weinflaschen.

Quelle: dpa

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