Aus der Wirtschaft kommt gerade viel Kritik an der von der Bundesregierung geplanten steuerfreien Prämie von bis zu 1.000 Euro. Viele mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe könnten sich das nicht leisten. Unterstützung fürs Handwerk wollte die SPD im Landtag mit einem Handwerksfonds erreichen. Den hat der Wirtschaftsausschuss mit den Stimmen der Regierungsfraktionen aber abgelehnt. Der Wunsiedler Abgeordnete und SPD-Fraktionschef im Landtag Holger Grießhammer zeigt sich enttäuscht. Bei der Handwerkskammer Schwaben hätten ihn nach eigenen Angaben viele darauf angesprochen. Der Vorschlag sah vor, Handwerksfirmen bei Betriebsübergaben oder Nachfolgeregelungen vorübergehend Mittel aus einem Fördertopf für innovative Technologieunternehmen zu gewähren. Grießhammer führt selbst einen Maler- und Lackiererbetrieb in Bad Weißenstadt.
Darauf reagiert wiederum der Freie Wähler-Abgeordnete für Wunsiedel und Kulmbach, Rainer Ludwig. Er ist nämlich Mitglied des Wirtschaftsausschusses, der den Handwerksfonds abgelehnt hat. Ludwig meint, es gibt bereits eine Reihe von Fördermöglichkeiten für das Handwerk. Der SPD-Vorschlag hätte ein Mitspracherecht von Investoren mit sich gebracht… das hält Ludwig für größtenteils familiengeführte Handwerksbetriebe nicht für zielführend. Er und die Freien Wähler fordern stattdessen ein Ende der Erbschaftssteuer. Die belastet bei der Nachfolge und gefährdet die Existenz mancher Betriebe. Als aktive Hilfe nennt Ludwig auch den Meisterbonus.