"Hängt die Grünen"-Plakate: Vogtländische Rechtsextremisten zu Geldstrafen verurteilt - Rechtsstreit geht aber weiter

20. März 2025 , 16:45 Uhr

Plakate mit der Aufschrift „Hängt die Grünen“ sind zum Bundestagswahlkampf vor vier Jahren an einigen Orten in Sachsen und Bayern aufgetaucht. Und auch im Vogtland hingen sie, unter anderem in Plauen. Dafür sollen zwei bekannte Neonazis verantwortlich sein: Tony Gentsch und Rico Döhler.
Die standen deshalb zum wiederholten Male in Zwickau vor Gericht – wegen Volksverhetzung. Das hat das Berufungsverfahren jetzt wieder aufgenommen, nachdem es die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu einem ähnlichen Fall abgewartet hatte. Und das Gericht in Zwickau bestätigt: Die beiden Angeklagten sollen Geldstrafen wegen Volksverhetzung zahlen. Zwar werde im Wahlkampf mit harten Bandagen gestritten, hieß es zur Begründung. Hier sei aber klar eine Schmerzgrenze überschritten worden. Der Rechtsstreit wird allerdings weitergehen: Die beiden Angeklagten haben Revision eingelegt. Damit geht der Fall ans Oberlandesgericht Dresden.

 

Das könnte Dich auch interessieren

20.03.2025 Volksverhetzung: Urteil gegen Rechtsextremisten aus dem Vogtland steht an Zwei gut bekannte Rechtsextremisten aus dem Vogtland stehen heute wieder vor dem Landgericht Zwickau. Und zwar in einem Berufungsverfahren wegen Volksverhetzung. Tony Gentsch und Rico Döhler standen bereits im April dort vor Gericht – damals ist die Entscheidung aber vertagt worden. Es ging um hunderte Wahlplakate der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ in Plauen, Rodewisch, 21.10.2025 Urteil im Missbrauchs-Prozess: Haftstrafen für Paar aus Plauen Nach über zwei Monaten Verhandlung ist am Landgericht Zwickau das Urteil im Missbrauchs-Prozess gegen ein Paar aus Plauen gefallen. Den 40-jährigen Angeklagten hat das Gericht unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen und wegen Vergewaltigung verurteilt. Er muss neuneinhalb Jahre ins Gefängnis. Eine beantragte Sicherungsverwahrung hat das Gericht abgelehnt, weil die 21.05.2025 Messerstiche in Plauener Flüchtlingsheim: Angreifer wegen Totschlags verurteilt Mitte Juli hat ein Streit in einem Plauener Asylbewerberheim tödlich geendet. Ein Mann hatte mit einem Messer auf einen ehemaligen Mitbewohner der Unterkunft eingestochen. Wenig später ist dieser an seinen Verletzungen gestorben. Seit Anfang März lief der Prozess gegen den Angreifer am Landgericht Zwickau. Jetzt ist das Urteil gefallen. Der Mann muss sechseinhalb Jahre ins 02.02.2026 Crystal, Cannabis, Ecstasy und Waffen: Dealer aus Plauen vor dem Landgericht Zwickau Er soll im vergangenen Sommer Crystal, Ecstasy, Cannabis und mehrere Messer am Plauener Bahnhof dabei gehabt haben. Zuvor soll er diverse Drogen an unterschiedliche Kunden verkauft haben. Vor dem Landgericht Zwickau muss sich heute ein mutmaßlicher Dealer aus Plauen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln vor und dass er verbotene Waffen mit