Cannabis

Gerlach fordert Rücknahme der Cannabis-Legalisierung

20. Februar 2026 , 04:05 Uhr

CSU-Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordert nach dem CDU-Parteitag eine vollständige Rücknahme der Cannabis-Legalisierung. Was sie mit Blick auf junge Menschen alarmiert.

Bayerns CSU-Gesundheitsministerin Judith Gerlach dringt nach dem CDU-Bundesparteitag auf einen raschen Anlauf der Union zur Rücknahme der Cannabis-Legalisierung innerhalb der Regierungskoalition. «Die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken muss komplett zurückgenommen werden», sagte die CSU-Politikerin der «Augsburger Allgemeinen» (Freitag). 

Sie hoffe daher, dass ein entsprechender von der CDU-Frauen-Union und deren Vorsitzender, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, eingebrachter Antrag eine breite Mehrheit finde. Gerade für junge Menschen sei der Cannabiskonsum laut medizinischen Studien gesundheitlich besonders riskant. «Eine Verharmlosung dieser Droge ist verantwortungslos», sagte Gerlach der Zeitung. Sie erwarte, dass die Union nach dem CDU-Parteitag einen Vorstoß zur Rücknahme der von der Ampel-Koalition beschlossenen Gesetzesänderungen unternehme. 

Verweis auf Studie 

Die Gesundheitsministerin verwies auf eine Befragung von 3.000 bayerischen Jugendlichen für die Europäische Schülerstudie zu Alkohol und Drogen. Dabei hätten mit zwölf Prozent der Befragten doppelt so viele Schüler erklärt, im zurückliegenden Jahr Cannabis konsumiert zu haben, wie bei einer Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007. Bei den 15- und 16-Jährigen im Freistaat sei der problematische Cannabiskonsum gestiegen, erklärte die CSU-Politikerin und sprach von einem Alarmsignal. 

Allerdings betraf dies der Studie zufolge knapp zwei Prozent aller Befragten. Insgesamt sank der Cannabiskonsum im Vergleich zu 2019 sogar. 

Gerlach hatte sich stets gegen die Teillegalisierung ausgesprochen und kaum eine Gelegenheit ausgelassen, eine Rücknahme der Regelung zu verlangen.

Quelle: dpa

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