Geplatzter Drogendeal in Oberkotzau: Urteil am Landgericht Hof

20. Mai 2026 , 05:01 Uhr

Am Oberkotzauer Bahnhof gab es im Oktober eine schwere Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen – es ging offensichtlich um einen Drogenhandel, der eskaliert ist. Die teils erwachsenen, teils jugendlichen Beteiligten haben sich geschlagen und bedroht. Dabei waren auch Elektroschocker, Messer, eine Schreckschusspistole und Kabelbinder im Spiel. Mit letzterem soll auch eine Person in einem Kofferraum gefesselt worden sein. Die Polizei hat damals mit einem Großeinsatz reagiert.
Vier Beteiligte mussten sich jetzt wegen mehrerer Delikte vor dem Landgericht Hof verantworten, darunter ein junger Syrer, der mit Drogen gedealt haben soll, sein Bruder und sein Schwager. Zu den Vorwürfen zählen bewaffneter Drogenhandel, gefährliche Körperverletzung und versuchter Totschlag. Heute sollen vor der Jugendkammer des Landgerichts die Plädoyers verlesen werden, danach fällt voraussichtlich das Urteil.

Das könnte Dich auch interessieren

29.12.2025 Syrer am Hofer Landgericht: Drei Verurteilungen, drei Freisprüche Die Liste an Vorwürfen gegen sie war lang – jetzt ist am Landgericht Hof das Urteil im Prozess um sechs junge Männer aus Syrien gefallen. Im September 2024 sollen sie sich mit mehreren Ukrainern eine heftige Schlägerei im Wittelsbacher Park in Hof geliefert haben. Einen Angeklagten hat die Jugendkammer unter anderem wegen Raubes, wegen Widerstandes gegen 17.12.2025 Ex-Bundeswehrsoldat vor Gericht: Elfeinhalb Jahre Haft mit Sicherungsverwahrung gefordert Im Prozess gegen einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten vor dem Landgericht Hof fällt noch vor Weihnachten das Urteil. Wie das Landgericht heute mitteilt, soll es am kommenden Dienstag (23. Dezember) öffentlich verkündet werden. Der Mann musste sich seit Anfang November unter anderem wegen schwerer Vergewaltigung, Körperverletzung und des Besitzes von kinderpornografischer Daten verantworten Zuletzt lief die Beweisaufnahme 09.09.2026 Nach Urteil im Diesel-Prozess: Mineralölhändler wieder auf freiem Fuß Genau eine Woche nach dem Urteil im sogenannten Diesel-Prozess rund um einen Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale gibt es eine neue Entwicklung in dem Fall. Darüber berichtet die Frankenpost. Vergangene Woche hatte das Hofer Landgericht den Mann wegen Steuerhehlerei zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Jetzt ist der Firmenchef aber wieder auf 21.08.2026 Parallel-Prozess im Diesel-Skandal: Staatsanwaltschaft fordert sechseinhalb Jahre Haft Es geht um gepanschten Diesel und einen Steuerschaden von rund 44 Millionen Euro: Im sogenannten Diesel-Skandal am Landgericht Hof ist eines der Verfahren in die finale Phase gestartet. Verantworten muss sich dabei der Kopf der Steuerhinterzieher. Er soll den unversteuerten und minderwertigen Kraftstoff unter anderem an einen Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale verkauft haben.