Eigentlich hatte die Bundesregierung damit auf den großen Befreiungsschlag gehofft. Doch die geplanten Reformen stoßen auf Kritik. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will beispielsweise bei der häuslichen Pflege sparen. Dazu meldet sich jetzt die Seniorenbeauftragte des Landkreises Wunsiedel Ursula Schricker zu Wort.
Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich zu Hause leben. Die geplanten Einsparungen hält Schricker für problematisch. Wer Angehörige zuhause pflegt, arbeitet häufig weniger oder gibt den Beruf ganz auf. Das betrifft vor allem Frauen, da sie den größten Teil der Pflege zu Hause leisten. Wenn der Bund nun die Übernahme der Rentenversicherungsbeiträge kürzt, ist die Rente später entsprechend niedriger. Das führe zu mehr Ungleichheit im Alter. Schricker fordert von der Politik, stattdessen Pflegebedürftige und ihre Familien besser zu unterstützen und für mehr Pflegepersonal in den Heimen zu sorgen. Auch dort steigen die Kosten immer weiter.