Gefährder konsequenter abschieben – diese Forderungen kommen immer wieder aus der Politik. In der Praxis ist das nicht immer so leicht. Ein verurteilter Gefährder aus dem Landkreis Tirschenreuth ist jetzt freiwillig nach Syrien ausgereist.
Wie das Landesamt für Asyl und Rückführungen mitteilt, wurde der Syrer am Mittwoch abgeholt und zum Flughafen München gebracht. Für seine freiwillige Ausreise bekam er 6.000 Euro. Das sei für den Staat günstiger als ihn weiter überwachen und unterbringen zu müssen. 2018 war der Syrer bereits zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er Unterstützer für den sogenannten Islamischen Staat angeworben hat. Nach seiner Haftentlassung trug er eine Fußfessel und kümmerte sich nicht um einen Reisepass. Deshalb verurteilte ihn wiederum das Amtsgericht Tirschenreuth. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.