FC Augsburg - FSV Mainz 05

Freispruch nach Pyrotechnik-Vorwurf bei Bundesligaspiel

14. August 2026 , 13:39 Uhr

Glühende Asche im Nacken und eine Frau, die sich wegen Rauchgas mehrfach übergeben muss: warum ein wegen Körperverletzung Angeklagter vor Gericht freigesprochen wird.

Das Augsburger Amtsgericht hat einen Mann freigesprochen, dem Körperverletzung durch Pyrotechnik bei einem Bundesligaspiel vorgeworfen worden war. Dem heute 29-Jährigen könne aus Sicht des Gerichts nicht nachgewiesen werden, dass er am Abfeuern von Bengalfackeln beim Spiel des FC Augsburg gegen den FSV Mainz 05 im September 2024 beteiligt gewesen sei.

Bei dem Spiel war glühende Asche in den Nacken einer Zuschauerin gefallen. Eine andere Frau musste sich wegen des Rauchgases mehrfach übergeben und wurde medizinisch behandelt.

Dem Angeklagten war vorgeworfen worden, dass er einen Gegner der Pyrotechnik-Aktion zunächst von zwei Vermummten fernhielt und anschließend beim Anzünden der Fackeln geholfen haben soll.

Er gab vor Gericht an, dass er lediglich habe schlichten wollen. Seine Aussage konnte nicht durch weitere Zeugen widerlegt werden. Die weiteren Zeugen konnten den Ablauf laut Gericht nicht beobachten.

Die Staatsanwaltschaft beantragte ebenfalls Freispruch. Das Urteil ist rechtskräftig.

Quelle: dpa

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