Vorsorglicher Rückruf

Deutscher Händler sieht keinen Mangel bei eigenen Kondomen

31. Oktober 2026 , 16:02 Uhr

Nach einem Rückruf in Frankreich sieht ein deutscher Händler keinen Mangel an seinen Produkten. Alle Chargen seien geprüft worden und hätten bestanden, es handele sich um einen vorsorglichen Schritt.

Nach einem vorsorglichen Rückruf von Kondomen durch die Behörden in Frankreich sieht der neben anderen erwähnte deutsche Onlinehändler einhorn keinen Mangel an seinen Produkten. «Unsere Kondome wurden von der Behörde gar nicht getestet. Es gibt zu unseren Chargen aus Frankreich keinen Befund», teilte das Berliner Unternehmen mit. «Von unserem Hersteller liegen uns die Prüfzertifikate zu allen sieben Chargen vor: Alle wurden nach ISO geprüft und haben bestanden», betonte einhorn. Kunden mit Kondomen der entsprechenden Chargen könnten diese dennoch eintauschen, informierte das Unternehmen auf seiner Website.

Wie einhorn mitteilte, seien im Labor zwei Chargen anderer Marken durchgefallen. «Alle anderen, auch unsere sieben, stehen vorsorglich auf der Liste, weil sie im selben Zeitraum beim selben Hersteller produziert wurden.» 

Produktion von Kondomen wird intensiv überprüft

Wie die französischen Behörden am Freitag mitteilten, hatten sie nach ersten Rückrufen im Sommer, die zwei Kondomsorten betrafen, Untersuchungen zur Ermittlung der bei diesen Produkten festgestellten Mängel fortgesetzt. Diese hätten zu dem malaysischen Hersteller und dem Schluss geführt, dass der bei der Herstellung der ultradünnen Kondomserie angewandte Fertigungsprozess zu Schwankungen in der Dicke und Qualität der Latexschicht führen könne.

Deshalb könnten Kondome reißen oder Löcher bekommen, hieß es. Frankreich veranlasste daraufhin nach Angaben der Behörden vorsorglich einen Verkaufsstopp und Rückruf für insgesamt 15 Kondomsorten, von denen einige nur außerhalb Frankreichs vertrieben werden.

Eine separate Warnung deutscher Behörden vor den betroffenen Kondom-Typen sowie Informationen, wo und in welchem Umfang diese in Deutschland verkauft werden, gab es zunächst nicht.

Quelle: dpa

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