Der Landkreis Hof wollte in diesem Jahr eigentlich die Baugenehmigung für die Frankenwaldbrücken bekommen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat den Bebauungsplan aber vorläufig außer Vollzug gesetzt – wegen erheblicher Mängel im Planungsverfahren. Die SPD im Hofer Kreistag möchte in einer Sondersitzung offene Fragen beantwortet bekommen. Sie möchte wissen, wie sich die Entscheidung des VGH auf den Zeitplan auswirkt. Außerdem fordert die SPD, offenzulegen, wie viel Geld bislang in das Projekt geflossen ist und mit welchen zusätzlichen Kosten bei weiteren Verzögerungen zu rechnen ist. Bis zur Entscheidung in der Hauptsache soll kein weiteres Geld in das Projekt fließen, heißt es in dem Antrag. Erst wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, müsse entschieden werden, ob die Frankenwaldbrücken überhaupt noch sinnvoll und wirtschaftlich umgesetzt werden können. Bis dahin sollten außerdem Alternativen zur Stärkung des sanften Tourismus im Frankenwald entwickelt werden.
Auch die Grünen-Kreistagsfraktion hatte sich zuletzt nochmal deutlich gegen die Frankenwaldbrücken ausgesprochen.