Lizenzentzug droht

Finanzlücke bei 1860 München - Investor Ismaik poltert

28. Mai 2026 , 11:09 Uhr

Der TSV 1860 München hat ein Riesenproblem: Der Investor hat Darlehen aufgekündigt. Dem klammen Traditionsverein droht der Absturz in die Viertklassigkeit.

In der Debatte um den drohenden Lizenzentzug beim TSV 1860 München hat sich der umstrittene Investor Hasan Ismaik nun öffentlich zu Wort gemeldet. Der Geschäftsmann aus Abu Dhabi bestätigte bei Instagram die Kündigung bestehender Darlehensverträge, wie zunächst die «Süddeutsche Zeitung» berichtet hatte. Gleichzeitig hat Ismaik nach eigenen Angaben ein neues Finanzierungsmodell mit besseren Konditionen vorgelegt.

Nach Informationen der «Bild» fehlen den «Löwen» 2,7 Millionen Euro für die Lizenz. Bis zum 3. Juni muss beim Deutschen Fußball-Bund die Zahlungsfähigkeit nachgewiesen werden. Damit droht dem Traditionsverein der Sturz in die vierte Fußball-Liga.

Das Präsidium gibt sich nach außen gelassen

«Wir gehen aktuell davon aus, dass der Liquiditätsnachweis gegenüber dem DFB rechtzeitig erbracht wird. Die entsprechenden Gespräche hierzu dauern an», teilte der e.V. des TSV 1860 mit. Das Präsidium ergreife «alle erforderlichen und angemessenen Maßnahmen, um die Rechtsposition des Muttervereins und seiner Mitglieder zu wahren und den Spielbetrieb der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zu sichern.»

Ismaik, seit 2011 Investor der Münchner, hat bestehende Darlehensverträge gekündigt, weil seiner Einschätzung nach «wichtige Verpflichtungen unter den Darlehensverträgen nicht eingehalten wurden». Er findet: «Die derzeitige Situation kann so nicht weitergehen, und die aktuelle Situation muss ernsthaft und mutig auf den Prüfstand gestellt werden.»

Der Investor will alles auf den Prüfstand stellen

Der Verein brauche «mehr als eine neue Finanzierung. Er braucht eine echte Restrukturierung, ein klares Finanzkontrollsystem und Compliance sowie ein Management, das nach modernen institutionellen Standards arbeitet, wie es auch bei erfolgreichen Vereinen und Unternehmen der Fall ist.»

Das Szenario erinnert an den Sommer 2017. Damals verweigerte Mehrheitsgesellschafter Ismaik dem Verein nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga die finanzielle Unterstützung. Die Münchner mussten in der Regionalliga Bayern antreten.

Quelle: dpa

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