Die gesundheitlichen Probleme von Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala haben auch die Verantwortlichen von Borussia Dortmund nicht kaltgelassen. «Bei aller Rivalität, die zwischen Dortmund und Bayern herrscht, geht es hier nicht nur um den Spieler, sondern um den Menschen. Ich glaube auch, dass viele Dortmunder Sympathien für ihn aufbringen. Es waren erschreckende Bilder, die wir da gesehen haben», sagte Sportgeschäftsführer Lars Ricken auf der Pressekonferenz vor dem Supercup am Samstag gegen den FC Bayern München.
Der 50-Jährige und auch BVB-Trainer Niko Kovac hoffen, dass der Offensivspieler nach seinen zwei Zusammenbrüchen bei Testspielen möglichst bald wieder auf den Fußballplatz zurückkehrt. «Wir wünschen dem Jungen alles Gute, denn er ist noch sehr jung und er wird noch hoffentlich viele, viele Spiele nicht nur für Bayern, sondern auch für die deutsche Nationalmannschaft gestalten», sagte Kovac.
Musiala war am Dienstagabend im Testspiel beim 1. FC Heidenheim kurz zusammengebrochen, ähnlich wie schon drei Tage zuvor in der Partie gegen RB Leipzig. Danach machte der 23 Jahre alte Nationalspieler eine neurologische Dysfunktion öffentlich und dass er deshalb Absencen erlebe. Das ist eine Form epileptischer Anfälle, die laut Medizinern aber gut behandelt werden können.
«Es war schon ein Schock», gab Kovac zu. Sowohl er als auch Ricken sehen den 23-Jährigen jedoch bei der medizinischen Abteilung der Bayern in besten Händen. «Dementsprechend auch von Borussia Dortmunds Seite aus alles Gute, gute Besserung», sagte der Sportgeschäftsführer.
Ob Musiala schon im Supercup am Samstag in Dortmund wieder auflaufen kann, ist ungewiss. «Also wenn wir gegen die Bayern spielen, dann wollen wir uns auch gegen die Besten messen und hoffen, dass er dann auch wieder auf dem Platz steht, und wünschen ihm wirklich alles Gute», betonte Ricken.
Quelle: dpa