«Austen» hat Power

Es wird ungemütlich - Erste Herbststürme ziehen auf

22. Oktober 2026 , 12:00 Uhr

Der Herbst zeigt sich von der ungemütlichen Seite: Sturmböen im Westen, mögliche Orkanböen im Bergland. Wo es besonders stürmisch wird und wie lange der starke Wind anhält.

Weite Teile Deutschlands müssen sich auf die ersten Herbststürme einstellen. So soll es am Freitag besonders im Westen Sturmböen geben, im höheren Bergland sind auch schwere Sturm- und vereinzelte Orkanböen möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag vorhersagte. Im Westen und Norden bis hinein in den Nordosten soll es anschließend bis zum Montag stürmisch bleiben.

Austen bringt teils schwere Sturmböen nach NRW

Bereits am Donnerstag formierte sich über dem nahen Ostatlantik Sturmtief Luise, das aufgrund seiner Brisanz vom britischen Wetterdienst international getauft wurde und den Namen «Austen» erhielt. Dieses erreiche nach weiterer Intensivierung am Freitagabend die deutsch-niederländische Grenze und habe an seiner Südflanke vor allem für Nordrhein-Westfalen teils schwere Sturmböen von 80 bis 100 Kilometer pro Stunde im Gepäck, sagt DWD-Meteorologe Robert Hausen. «Dabei besteht erhöhte Gefahr durch herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände.» 

In den übrigen Landesteilen bleibe es ruhiger da sich das Tief in der Folge rasch abschwäche. «Ein bisschen auffrischender Wind, das war’s vielfach. Nur auf den zentralen Mittelgebirgen ist es mitunter stürmisch.» Während es also am Freitag im Westen stark bewölkt und regnerisch ist, bleibt es im Osten zunächst trocken. Am Nachmittag greift der Regen laut DWD auf den Osten über, im Südwesten sind Gewitter möglich. Die Höchstwerte erreichen 9 bis 14 Grad, am Oberrhein 16 Grad. 

Am Sonntag folgt Sturmtief Manja

Am Samstag ist es wolkig bis stark bewölkt, im Norden gibt es zunächst Regen, im äußersten Süden Schauer. Oberhalb von 1.200 Metern ist Schneeregen oder Schnee möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 13 Grad.

Am Sonntag folgt dann Sturmtief Manja: «Es bringt vorrangig den Küstenregionen, dem Nordwesten sowie dem Bergland teils schweren Sturm, wohingegen zwischen Berlin und München in ausreichender Entfernung zum Tiefkern windtechnisch nichts Dramatisches passiert.» 

Ansonsten sagt der DWD für den Sonntag Regen im Westen und Südwesten voraus, der nach Osten zieht. Dauerregen ist in den Staulagen von Eifel, Rothaargebirge und Schwarzwald möglich. Die Höchstwerte erreichen 10 bis 16 Grad.

Quelle: dpa

 

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