Festnahme

Erpressungsversuch gegen Hipp: Verdächtiger gefasst

02. Mai 2026 , 18:01 Uhr

Nach dem Fund von Rattengift in Babynahrung hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Was bisher bekannt ist.

Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den Babykosthersteller Hipp haben die österreichischen Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 39-jährigen Mann, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der Verdächtige sei in Österreich festgenommen worden, so die Staatsanwaltschaft. 

Details zur Identität des Verdächtigen wurden unter Verweis auf ermittlungstaktische Gründen nicht bekanntgegeben. Der 39-Jährige werde derzeit verhört, hieß es von der Polizei des Bundeslandes Burgenland, die den Mann mit Unterstützung des österreichischen Bundeskriminalamtes festgenommen hatte. 

Mit Rattengift in Babynahrung hatte ein Unbekannter versucht, den deutschen Babykosthersteller zu erpressen. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden laut Polizei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser mit Rattengift entdeckt. In einem in Österreich sichergestellten 190-Gramm-Gläschen «Karotten mit Kartoffeln» fanden die Ermittler insgesamt 15 Mikrogramm Rattengift – welcher Art das Gift war, wurde bis jetzt nicht bekannt. Nach einem zweiten möglicherweise vergifteten Glas in Österreich wurde zuletzt noch gesucht. Das deutsche Sortiment war nach Angaben des Unternehmens im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm nicht betroffen. 

Nicht zum ersten Mal Babynahrung das Ziel 

«Hipp ist Opfer einer Erpressung», hatte das Unternehmen im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm am 20. April mitgeteilt. Das Unternehmen schrieb auf seiner Homepage: «Unmittelbar nach Kenntnisnahme haben wir sofort die zuständige Polizei und Behörden informiert und einen internen Krisenstab eingerichtet.» 

Mehrfach waren in der Vergangenheit namhafte Unternehmen Ziel von Erpressungsversuchen mit vergifteten Lebensmitteln geworden. Nicht zum ersten Mal war Babynahrung das Ziel.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

24.04.2026 Erpressung: Babynahrung enthielt 15 Mikrogramm Rattengift Gift in Babynahrung: Nun steht die Menge in einem der Gläschen fest. Was diese Menge für Babys bedeutet, soll nun durch weitere Untersuchungen geklärt werden. 23.04.2026 Erpressung mit Gift: Wie sich Lebensmittelhersteller wappnen Rattengift in Babynahrung: Ein Erpressungsversuch gegen Hipp sorgt gerade für Aufsehen. Wie reagieren Lebensmittelunternehmen, wenn Erpresser zuschlagen? 21.04.2026 Hipp verteidigt vorsichtige Kommunikation zu Gift-Gläschen Die Erpresser-Mail kam Ende März. Mitte April wurde die Polizei alarmiert. Der Babykosthersteller äußert sich nur zurückhaltend zu dem Fall. Der Hipp-Chef erklärt, warum. 21.04.2026 Babynahrung vergiftet: Suche nach Gift-Glas - und Erpresser Rattengift in Babynahrung: Der Erpressungsversuch bei Hipp versetzt Eltern in Sorge. Die Polizei arbeitet länderübergreifend. Wie gehen die Ermittler vor - und wie erkennt man gefährliche Gläser?