Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale: Bislang kein Fortschritt zwischen Nürnberg und Schnabelwaid?

06. März 2026 , 11:30 Uhr

Zuletzt ist die Hoffnung in der Region groß gewesen, dass es bei der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale nun endlich vorangeht. Im November hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages 100 Millionen Euro für die Planung der Elektrifizierung des Bahnabschnitts zwischen Nürnberg und Schnabelwaid im Landkreis Bayreuth freigegeben. Doch die Deutsche Bahn ist bislang nicht mit der Weiterplanung beauftragt worden und es gibt auch noch keinen konkreten Termin dafür. Das geht aus einem Schreiben des Bundesverkehrsministeriums hervor. In den Reihen der Grünen wird Kritik laut: Das Verkehrs- und Finanzministerium würde den Parlamentsbeschluss verzögern. Oberfranken wartet schon seit Jahren auf die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale. Die Strecke gilt als größte Dieselinsel Europas und dadurch besonders für den Güterverkehr als unattraktiv.

Darauf reagiert nun der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Heiko Hain. Er schreibt: Die Schlussfolgerung der Kolleginnen und Kollegen der Grünen, es gäbe einen Rückschlag für die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale, kann so nicht geteilt werden. Das Verkehrsministerium und die Bahn befinden sich laut Hain in Abstimmung, damit die Planung beginnen kann. Er verweist außerdem auf die zahlreichen Bahnprojekte, bei denen priorisiert werden müsse. Die Entscheidung des Haushaltsausschusses aus dem November bleibt gültig. „Kurz vor den Kommunalwahlen in Bayern nun Panik zu verbreiten, steht den Grünen nicht gut zu Gesicht“, so Hain wörtlich.

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