Tiere

Dutzende tote Schwäne an Badesee - Vogelgrippe?

22. Februar 2026 , 10:42 Uhr

Mehrere Wasservögel sterben an einem Gewässer in Oberfranken. Bei einem der Tiere wird die Vogelgrippe nachgewiesen. Was das Landratsamt den Anwohnern und Tierhaltern empfiehlt.

Mehr als 40 tote Schwäne sind aus einem Badesee im Landkreis Lichtenfels geborgen worden. Wie das Landratsamt mitteilte, war es an dem Gewässer in Michelau in Oberfranken in den vergangenen beiden Wochen zu einem vermehrten Sterben gekommen. Demnach wurde am 10. Februar bei einem dort gefundenen Höckerschwan die Vogelgrippe durch das Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Woran die anderen Vögel gestorben sind, wird laut dem Landratsamt noch untersucht.

Spaziergänger werden gebeten, das Ufer nicht zu betreten. Zudem sollten Hunde an der Leine geführt werden. Um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu vermeiden, sollten Tierhalter erhöhte Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Die Vogelgrippe breitet sich den Angaben des Landratsamts zufolge derzeit verstärkt unter Wild- und Wasservögeln wie dem Schwan aus. Das erkläre sich durch eine Kombination an Faktoren: Die Tiere seien von der Kälte geschwächt und damit anfälliger für Infektionen. Die zugefrorenen Seen erschwerten die Suche nach Nahrung, zudem schlössen sich die Tiere zu Gruppen zusammen.

Kadaver aus See geborgen

Diese Faktoren seien vermutlich der Auslöser für das Tiersterben am Rudersee in Michelau, erklärte das Landratsamt. Erst das Tauwetter habe es den Einsatzkräften ermöglicht, die Kadaver zu bergen. Damit das Virus nicht verschleppt werde, sei eine Dekontaminationsstelle eingerichtet worden. Dort hätten sich die Kräfte nach dem Einsatz desinfiziert und ihre Kleidung gewechselt. 

Wie gefährlich ist das Virus für den Menschen?

Die Vogelgrippe ist eine bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Bei hoher Infektionsdosis ist das Virus prinzipiell auch auf den Menschen übertragbar – und könnte schwer verlaufen. In Deutschland ist dem Robert Koch-Institut zufolge aber noch kein Fall bei einem Menschen bekanntgeworden.

Quelle: dpa

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