«Historischer Besuch»

Duma-Abgeordnete in USA bekommen Trump-Socken als Geschenk

28. März 2026 , 18:36 Uhr

Trotz Sanktionen im Zuge des russischen Angriffskrieges reisen Moskauer Abgeordnete in die USA. Von einem «historischen Besuch» ist im Kreml die Rede. Und es gibt auch Geschenke.

Bei ihrem ersten Besuch in den USA seit mehr als zehn Jahren haben russische Abgeordnete ein positives Fazit gezogen. Als Geschenk erhielten sie die bei Fans von US-Präsident Donald Trump beliebten Socken mit einem Bildnis des Republikaners. Das Treffen auf Einladung der Kongress-Abgeordneten Anna Paulina Luna sei ein Fortschritt, wenn auch noch keine vollwertige Wiederaufnahme der Kontakte, sagte der Duma-Abgeordnete der Kremlpartei Geeintes Russland, Wjatscheslaw Nikonow. 

Die russischen Abgeordneten hatten demnach ungeachtet geltender Sanktionen wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine Ausnahmegenehmigungen für die Reise erhalten. Trumps Regierung habe grünes Licht für diesen Dialog gegeben, wenngleich die Reise offiziell einen privaten Charakter gehabt habe, berichtete die Moskauer Zeitung «Kommersant». Im Kreml war von einem «historischen Besuch» die Rede.

«Als Vertreter der beiden größten Atommächte der Welt sind wir unseren Bürgern einen offenen Dialog, neue Ideen und eine offene Kommunikation schuldig», schrieb die Republikanerin Luna bei X. Die Politikerin aus Florida ist als Unterstützerin von Trump und Kritikerin der US-Hilfen für die Ukraine bekannt. «Wir werden diesen Dialog weiterhin fördern und uns für den Frieden einsetzen, um die Bemühungen dieser Regierung um Frieden sowie um wirtschaftliche Chancen zu unterstützen», sagte sie.

Zeitung: Austausch von Geschenken zeigt Annäherung

Nikonow sagte, dass über die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine gesprochen worden sei. Themen seien zudem die Wiederaufnahme des Flugverkehrs, die wirtschaftlichen Beziehungen insgesamt sowie die mögliche künftige Abschaffung der Sanktionen gewesen. Die Russen hoffen nun auf einen Gegenbesuch von US-Abgeordneten im Mai.

Nach russischen Angaben war dies der erste größere Besuch einer Delegation der Staatsduma seit 2014. «Und der Austausch von Geschenken – von Gedenkmünzen bis hin zu Socken mit dem Bildnis des 47. US-Präsidenten – zeigte, dass sich in den Beziehungen zwischen den Parlamentariern beider Länder eine vorsichtige, aber durchaus spürbare Annäherung im Geiste des Gipfeltreffens in Anchorage abzeichnet», schrieb der «Kommersant».

Trump und Kremlchef Wladimir Putin hatten sich in Anchorage im August getroffen und das Ziel einer Wiederannäherung ihrer Länder bekräftigt. Trump setzt sich für die Beendigung der seit gut vier Jahren andauernden russischen Invasion in die Ukraine ein – bisher allerdings ohne durchschlagenden Erfolg.

Quelle: dpa

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