Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft zieht gerade eine erschreckende Bilanz zur bisherigen Badesaison in Bayern: Demnach sind bis Ende Juli mindestens 54 Menschen im Freistaat beim Baden ertrunken. Das sind drei mehr als im Vorjahr und mehr Badetote als in jedem anderen Bundesland. Oberfranken führt das traurige Ranking zwar nicht an, die meisten Fälle gab es in Oberbayern. Vier Menschenleben sind trotzdem zu viel. Wie ihr hier bei uns hören konntet, ist ein 8-jähriger Junge nach einem Badeunfall im Nailaer Freibad Ende Juli gestorben – im Hofer Untreusee konnte eine Ersthelferin einem Jugendlichen kürzlich gerade noch das Leben retten. Als Gründe für die Häufung in Bayern sieht die DLRG die Vielzahl von Seen und großen Flüssen in Verbindung mit den heißen Temperaturen seit Juni. Kinder, junge Männer, die sich selbst überschätzen und ältere Menschen gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen. Hier appellieren die Lebensretter genau hinzusehen: Die Kinder immer im Blick zu behalten – ohne Ablenkung vom Handy; den Männern raten sie, Warnhinweise zu respektieren und auf Mutproben zu verzichten. Und: Senioren sollten vorher den Arzt fragen, ob Schwimmen im See das Richtige für sie ist.