Die Bundesregierung rüttelt am 8-Stunden-Tag. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Oberfranken sieht darin große Probleme für Familien, sollte die Flexibilisierung so kommen wie geplant. Für Eltern bricht jede Planung bei der Kinderbetreuung zusammen, heißt es in einer Mitteilung. In der Stadt Hof liegt die Betreuungsquote bei Kindern unter drei Jahren derzeit bei 35 Prozent, im Landkreis Hof bei 43 Prozent. Das ist zu wenig, so die NGG Oberfranken. Arbeitende Eltern müssen sich auf eine Betreuung verlassen können. Der landesweite Bedarf bei der Betreuungsquote für Kleinkinder liege bei 47 Prozent. Mit zwei bis drei Stunden Arbeit mehr am Tag, wird es noch schwerer den Alltag zu meistern.
Das gilt auch für die Pflege von Angehörigen zuhause. Betroffen von der Flexibilisierung der Arbeitszeit wären überwiegend Frauen: 51 Prozent sind laut Beschäftigtenbefragung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zuhause damit beschäftigt, sich um andere zu kümmern. Um gegen den Arbeitskräftemangel anzugehen, braucht es nicht längere Arbeitstage, sondern bessere Arbeitsbedingungen, so das Fazit.