Online-Shops haben das ganze Jahr über offen, die Geschäfte in den Innenstädten müssen am Sonntag zu bleiben. Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer und der Deutsche Handelsverband sehen das als klaren Nachteil für den Einzelhandel. Sie plädieren deshalb für flexiblere Ladenöffnungszeiten. Der Bayerische Handelsverband ist dagegen. Pressesprecher Bernd Ohlmann:
„Wir sind dafür, dass es vier verkaufsoffene Sonntage gibt. Die sind etwas Besonderes. Die werden zum Shoppen genutzt, gerade von Familien. Die nutzen die Möglichkeit zum entspannten Einkaufen. Der Sonntag darf nicht ein Tag werden, wie jeder andere Einkaufstag auch. Ich denke salopp formuliert: wer die Buttermilch nicht von Montag bis Samstag gekauft hat, der braucht den Sonntag auch nicht dazu.“
Verkaufsoffene Sonntage müssen immer in Verbindung mit einer Veranstaltung in der Innenstadt stehen.
Hintergrund der Debatte ist der Plan der Bundesregierung, die Öffnungszeiten in bestimmten Bereichen auszuweiten. So sollen ab dem kommenden Jahr beispielsweise Bäckereien sonntags länger geöffnet haben dürfen. In Marktredwitz möchte der Hauptausschuss des Stadtrates heute eine Verordnung über die verkaufsoffenen Nächte an Werktagen erlassen.