Auf Strom- oder Internetausfälle und Cyber-Angriffe sind Unternehmen in Deutschland nicht gut vorbereitet. Weniger als ein Drittel der Betriebe hat ein Krisen- und Notfallmanagement, hat erst eine Bitkom-Umfrage ergeben. Auch die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth hat jetzt eine Digitalisierungsumfrage unter ihren Unternehmen gemacht.
Die hat gezeigt, dass unsere oberfränkischen Unternehmen in Sachen IT äußerst abhängig vom Ausland sind, insbesondere vom Ausland außerhalb der EU. Ihre digitale Souveränität beurteilen die meisten als unbefriedigend. Hardware, Betriebssysteme, Künstliche Intelligenz, Plattformen, Office-Software und Cloud – die überwiegende Mehrheit der oberfränkischen Unternehmen ist gerade da auf das angewiesen, was das Ausland liefert und hat kaum Kontrolle darüber. Lieferengpässe oder Strafzölle zeigen diese Abhängigkeit sehr deutlich. Und zuletzt auch zahlreiche Cyber-Attacken. Laut IHK war fast jedes zehnte oberfränkische Unternehmen vergangenes Jahr davon betroffen. Die einzige Lösung laut IHK: Deutschland als auch die EU müssen die eigene Rechenkapazität ausbauen und sich weniger von Tech-Konzernen wie aus den USA abhängig machen.