Diesel-Prozess in Hof: Vier Angeklagte wegen Steuerhinterziehung zu Haftstrafen verurteilt

15. Juli 2026 , 16:15 Uhr

Die Kunden haben minderwertigen Kraftstoff getankt – dem Staat ist ein Steuerschaden von rund 44 Millionen Euro entstanden: Im sogenannten Schmieröl-Skandal haben sich seit Jahresbeginn acht Angeklagte vor dem Landgericht Hof verantworten müssen. Ein Großteil ist jetzt verurteilt.
So hat das Landgericht Hof heute gegen vier Angeklagte Haftstrafen wegen Steuerhinterziehung verhängt. Die Strafen liegen zwischen zweieinhalb, viereinhalb und fünfeinhalb Jahren. Die Verurteilten sollen zudem einen Teil der hinterzogenen Steuern per Wertersatz zurückzahlen. Das reicht von knapp 3000 Euro bis hin zu gut 7500 Euro, teilt uns ein Gerichtssprecher auf Nachfrage mit. Bei drei Angeklagten ist das Urteil auch schon rechtskräftig.
Wie es mit dem letzten Angeklagten, dem Chef eines Mineralölunternehmens aus Schwarzenbach an der Saale, weitergeht, entscheidet sich im August. Seine Verteidiger halten ihn für verhandlungsunfähig.

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