Sieben Angeklagte im Prozess um gepanschten Diesel und Steuerhehlerei hat das Landgericht Hof schon verurteilt. Fehlt noch der Chef des Mineralölunternehmens aus Schwarzenbach an der Saale, der von den Geschäften gewusst und den minderwertigen Kraftstoff an seinen Tankstellen verkauft haben soll. Dessen Verhandlungsfähigkeit steht zur Debatte, weil er gesundheitliche Probleme hat. Ist er nicht verhandlungsfähig, kann das Gericht auch kein Urteil fällen.
Heute gings weiter am Landgericht Hof, zunächst mit der Beweisaufnahme mit Zeugen. Eine Entscheidung zur Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten ist heute aber noch nicht gefallen, schreibt uns ein Gerichtssprecher. Die Beweisaufnahme soll Ende August fortgesetzt werden. In dem Prozess geht es um 44 Millionen Euro Steuerschaden – für die sieben bisher verurteilten Beteiligten gab es Haftstrafen von mehreren Jahren.