Diesel-Betrug: Prozess gegen Junior-Chef in Berlin startet

02. September 2026 , 07:00 Uhr

Während der Firmenchef aus Schwarzenbach an der Saale noch auf seine Verurteilung in Hof wartet, beginnt heute ein Mammutprozess am Landgericht Berlin. Verantworten muss sich unter anderem der Sohn des Chefs, der die Geschäfte gemeinsam mit seinem Vater geführt hat, wegen Steuerhinterziehung.
„Water into wine“ – unter dieser Überschrift wirft die Europäische Staatsanwaltschaft dem Geschäftsführer des Mineralölunternehmens und weiteren Angeklagten vor, sich zwischen November 2023 und November 2024 an einem internationalen kriminellen Netzwerk beteiligt zu haben. Der Firmenchef soll gemeinsam mit seinem Vater Schmierstoffe und Designer-Kraftstoffe angekauft und diese fälschlicherweise an seinen Tankstellen als Diesel weiterverkauft haben. Dabei soll er dem Finanzamt Scheinrechnungen vorgelegt und Umsatzsteuer von fast acht Millionen Euro hinterzogen haben. Der Prozess soll voraussichtlich bis Ende November gehen. Auch der Senior-Chef muss sich noch in Berlin verantworten.

 

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