Es ist ein Mammutprozess, der seit Anfang des Jahres am Hofer Landgericht läuft. Angeklagt sind sieben Menschen, die Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben sollen. Ende April ist bereits ein erstes Urteil im sogenannten Diesel-Prozess gefallen. Heute beginnt ein weiteres Verfahren zu dem Fall.
Ende April hat das Hofer Landgericht drei Personen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu Gefängnisstrafen verurteilt. Eine Frau, weil sie den minderwertigen Kraftstoff bestellt und Kunden angeworben hatte – und zwei Männer, weil sie den Kraftstoff angeliefert haben. In diesem Prozess – und auch im Hauptverfahren – hatte bereits der Kopf der Diesel-Mafia aus Berlin als Zeuge ausgesagt. Ab heute steht er nun selbst vor Gericht. Neben ihm sind zwei weitere Männer angeklagt. Sie sollen den unversteuerten Kraftstoff verkauft haben – auch an einen Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale, der sich ja ebenfalls vor Gericht verantworten muss. Durch den Dieselbetrug ist ein Steuerschaden von gut 44 Millionen Euro entstanden.