Den heimischen Fischen ist es in der Eger, die durchs Fichtelgebirge Richtung Tschechien fließt, zu warm. Das hat eine Studie ergeben, wie der Bezirk Oberfranken meldet. Demnach sind Kaltwasserfische wie Äsche und Bachforelle deutlich unterrepräsentiert, obwohl sie hier typischerweise vorkommen sollten. Und das, obwohl seit mehr als zwei Jahrzehnten viel Geld investiert wird, um die europäischen Gewässer zu verbessern.
Warum die Wassertemperatur in der Eger gerade im Hochsommer teils um zehn Grad höher ist als im Schwesternfluss Röslau, dazu gibt es auch einen Verdacht: Es könnte an den Stauanlagen vor Wasserbauwerken und Wehranlagen an der Eger liegen. Schlecht sei der Gewässerzustand der Eger per se nicht. Aber wenn die Wassertemperatur nicht stimmt, laufen auch die Renaturierungsmaßnahmen ins Leere. Diese Studie war nun ein erster Schritt. Eine Masterarbeit an der Hochschule Anhalt soll nun zeigen, welchen Einfluss Stauanlagen auf die Wassertemperaturen von Flüssen und Bächen ähnlich der Eger haben. Im Sommer soll es dazu Ergebnisse geben.