Viel geschnitzt, gezeichnet und gehämmert wurde letzte Woche im mittelfränkischen Ansbach bei den Deutschen Meisterschaften für das Handwerk. Sechs junge Zimmerer aus den bayerischen Bezirken mussten dabei in nur wenigen Stunden ein komplexes Holzmodell erstellen. Der Bezirk Oberfranken wurde durch den 20-jährigen Zimmerer Ludwig Köppel aus Döhlau vertreten. Sein Modell erreichte nach der Siegerehrung nur den letzten Platz:
„Also, gelaufen ist es anfangs sehr gut. Ich kam auch gut voran. Es wurde halt auf das Ende hin mit der Zeit, weil wir sechseinhalb Stunden hatten für den Aufriss, die Ausarbeitung und das Zusammenstecken, sehr sportlich, und am Ende bin ich nicht mehr ganz hinterhergekommen mit dem Zusammenbauen. Deswegen ist das Ergebnis leider nicht so gut ausgefallen, wie erhofft.“
Trotz Niederlage empfiehlt Köppel jedem Auszubildenden, selbst an so einer Meisterschaft teilzunehmen, um möglichst viele neue Erfahrungen zu sammeln. Der junge Zimmerer möchte nach Abschluss des Abiturs in Hof und nach einem Bauingenieurstudium in Coburg den Familienbetrieb seines Vaters übernehmen.